Commerzbank Aktie: UniCredit-Angebot bei 36,01 Euro
Das Übernahmeangebot der UniCredit für die Commerzbank liegt unter dem aktuellen Aktienkurs. Der Vorstand lehnt ab und schaltet die BaFin ein.

Kurz zusammengefasst
- UniCredit-Angebot unter Börsenkurs
- Commerzbank-Vorstand rät zur Ablehnung
- BaFin wegen Meldeverstößen eingeschaltet
- Eigenständigkeitsstrategie „Momentum 2030“
Im Übernahmekampf um die Commerzbank verfehlt das UniCredit-Angebot den aktuellen Börsenkurs. Der Vorstand rät zur Ablehnung – und schaltet die BaFin ein.
UniCredit tauscht jedes Commerzbank-Papier in 0,485 eigene Aktien. Der implizite Angebotswert liegt bei rund 36,01 Euro. Das ist weniger als der aktuelle Börsenkurs. Die Differenz beträgt rund 1,5 Prozent. Eine wirtschaftliche Logik zur Annahme sieht der Commerzbank-Vorstand nicht.
Frist verlängert – wenige Aktionäre ziehen mit
Die Annahmefrist läuft nun bis zum 3. Juli. Bislang haben nur wenige unabhängige Aktionäre das Angebot angenommen. Die zeitliche Ausdehnung unterstreicht die Schwierigkeiten der Mailänder Großbank.
Regulatorische Prüfung läuft
Derweil hat die Commerzbank die BaFin eingeschaltet. UniCredit hatte zuletzt gemeldet, über Direktbeteiligungen und Finanzinstrumente Zugriff auf bis zu 34,4 Prozent der Anteile zu haben. In Marktkreisen wurde sogar über eine wirtschaftliche Position von über 50 Prozent spekuliert.
Die Commerzbank wirft den Italienern vor, die eigene Position künstlich aufzublähen – ohne tatsächliche Stimmrechte oder gesicherte Kontrolle.
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Verteidigung mit Eigenständigkeit
Das Management setzt auf die Strategie „Momentum 2030“. CEO Bettina Orlopp peilt für 2026 einen Nettogewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an. Die Botschaft: Allein schafft die Bank mehr Wert als die aktuelle Offerte.
Preisdaten: Aktie im neutralen Bereich
Die Aktie notiert bei 36,54 Euro – ein Minus von 0,76 Prozent. Auf Jahressicht steht ein Plus von 31,49 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 38,15 Euro wurde Anfang Juni markiert.
Der RSI von 52,8 zeigt eine neutrale Verfassung. Die annualisierte Volatilität liegt bei knapp 30 Prozent. Bis zum Fristende dürfte die Spannung hoch bleiben.
Fazit für Anleger
Für Aktionäre ist die Rechnung klar: Der direkte Verkauf an der Börse bringt mehr als das Umtauschangebot. Ob UniCredit nachbessert, ist offen. Die Frist endet am 3. Juli.
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