Commerzbank Aktie: UniCredit bremst

Die Commerzbank-Aktie verliert nach Äußerungen von UniCredit-Chef Orcel an Schwung. Er bezeichnete die Bewertung der Frankfurter als zu hoch, was zu Gewinnmitnahmen führte.

Kurz zusammengefasst:
  • Orcel kritisiert hohe Commerzbank-Bewertung
  • Aktie gibt früheres Wochenhoch deutlich ab
  • Signifikante Lücke im Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • UniCredit zeigt sich bei Expansion diszipliniert

Die Commerzbank-Aktie startete stark in den Dienstag und markierte ein neues 4-Wochen-Hoch. Doch dann schlug UniCredit-Chef Andrea Orcel verbal zu – und dämpfte die Übernahmefantasie mit einem klaren Statement zur Bewertung. Die Folge: Gewinnmitnahmen.

Die wichtigsten Fakten:
– Kurs am Dienstagmittag: 36,19 EUR (-0,69%)
– Neues 4-Wochen-Hoch am Morgen, dann Rücksetzer
– Orcel: „Commerzbank wird mit hohem Aufschlag zu uns bewertet“
– KGV Commerzbank: 14,61 vs. UniCredit: 10,62
– Jahresperformance 2025: +134% (Platz 5 unter Euro-Dividendentiteln)

Commerzbank

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Bewertungsdebatte im Fokus

Was steckt hinter Orcels Intervention? Der UniCredit-CEO machte deutlich, dass die Frankfurter im Vergleich zur eigenen Bank teuer sind. Tatsächlich zeigt die Bewertungslücke: Bei einer Marktkapitalisierung von 42,16 Milliarden Euro weist die Commerzbank ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,61 auf. UniCredit kommt trotz eigener Rekordhochs nur auf ein KGV von 10,62.

Der Markt interpretierte die Aussage als Signal: Die Italiener sind zwar interessiert, aber nicht bereit, jeden Preis zu zahlen. Das charttechnische Kaufsignal vom Morgen verpuffte binnen Stunden.

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Strategische Positionierung

Parallel zur verbalen Zurückhaltung bei der Commerzbank zeigt sich UniCredit anderswo aktiv. Die Bank wandelte heute ihre indirekte Beteiligung an der griechischen Alpha Bank in eine direkte Beteiligung von 29,8 Prozent um. Die Botschaft: Expansion ja, aber diszipliniert und preisbewusst.

Für die Commerzbank kommt der Dämpfer zu einem heiklen Zeitpunkt. Die fulminante Aufholjagd der vergangenen Jahre hat die Bewertungslücke zu europäischen Wettbewerbern geschlossen. Der von Morningstar bestätigte fünfte Platz unter den besten Euro-Dividendentiteln 2025 unterstreicht die Transformation – könnte aber kurzfristig als Belastung wirken, solange keine konkrete Offerte vorliegt.

Blick nach vorn

Die technische Lage bleibt angespannt. Fällt der Kurs unter 36,00 Euro auf Tagesschlusskursbasis, droht eine Konsolidierung. Am 11. Februar folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn von 2,44 Euro je Aktie. Bis dahin dürfte die Bewertungsdebatte den Ton angeben.

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