Die italienische UniCredit setzt die Commerzbank zunehmend unter Druck. Während das Frankfurter Institut am 11. Februar seine Jahreszahlen vorlegt, kontrolliert die Mailänder Großbank bereits 29 Prozent der Anteile – und eine entscheidende Frist läuft Ende Februar ab.
Die wichtigsten Fakten:
– UniCredit hält 29% der Commerzbank-Anteile (inkl. Finanzinstrumente)
– Kritische 30%-Schwelle könnte Ende Februar überschritten werden
– Commerzbank präsentiert Q4-Zahlen am 11. Februar 2026
– Analysten erwarten Gewinnsteigerung auf 2,48 Euro je Aktie für 2025
Regulatorische Weichenstellung steht bevor
Am 25. August 2025 überschritt UniCredit die 25-Prozent-Marke bei der Commerzbank. Nun tickt die Uhr: Sollte das italienische Institut innerhalb von sechs Monaten – also bis Ende Februar 2026 – die 30-Prozent-Schwelle knacken, greift das Aktiengesetz. UniCredit wäre dann zunächst verpflichtet, eine Barabfindung anzubieten. Erst danach wäre auch eine Übernahme mit eigenen Aktien möglich.
UniCredit-Chef Andrea Orcel hält sich öffentlich bedeckt, lässt aber keine Zweifel an seinem Interesse: „Wenn der richtige Zeitpunkt kommt und die Konditionen stimmen, dann wird es auf die richtige Weise passieren“, sagte er gegenüber CNBC. Gleichzeitig betont er, dass sein Institut auch ohne Commerzbank genug Wachstumsoptionen habe.
Starke UniCredit-Bilanz erhöht Handlungsspielraum
Die am Montag vorgelegten Zahlen unterstreichen die Stärke der Italiener: Der Gewinn kletterte 2025 um 14 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro und übertraf damit die Markterwartungen. Für 2026 peilt UniCredit sogar elf Milliarden Euro an. Die Beteiligungen an Commerzbank und der griechischen Alpha Bank tragen bereits zu den Erträgen bei – bis 2028 rechnet das Institut aus diesen Investments mit zusätzlichen Einnahmen von einer Milliarde Euro.
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Die UniCredit-Aktie erreichte daraufhin den höchsten Stand seit 2009. Auch die Commerzbank-Aktie profitierte von der positiven Bankenstimmung und legte am Montag über vier Prozent zu.
Erwartungen an Commerzbank-Zahlen gedämpft
Am 11. Februar steht die Commerzbank selbst im Rampenlicht. Fünf Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn von 0,551 Euro je Aktie für das vierte Quartal – das wäre ein Rückgang gegenüber den 0,630 Euro aus dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 rechnen 17 Experten jedoch mit einer Steigerung auf 2,48 Euro je Aktie, nach 2,08 Euro im Vorjahr. Beim Umsatz stehen rund 12,05 Milliarden Euro in den Prognosen.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob UniCredit die regulatorische Schwelle überschreitet und damit einen formellen Übernahmeprozess auslöst. Die Commerzbank-Zahlen werden dabei Hinweise liefern, welchen Wert die Frankfurter derzeit tatsächlich für potenzielle Bieter darstellen.
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