Commerzbank Aktie: Vorstand votiert diese Woche
Commerzbank muss offiziell zum UniCredit-Angebot Stellung nehmen. Analysten sehen trotz Übernahmeversuch Kurspotenzial bis 43 Euro.

Kurz zusammengefasst
- Formelle Stellungnahme des Vorstands erwartet
- Angebot liegt unter aktuellem Börsenwert
- Mehrere Analysten heben Kursziele an
- Hauptversammlung am 20. Mai geplant
Ein Übernahmeangebot liegt auf dem Tisch. Der Markt ignoriert es weitgehend. UniCredit greift nach der Commerzbank, bietet aber deutlich weniger als den aktuellen Börsenwert. In dieser Woche muss das Frankfurter Management nun offiziell Farbe bekennen.
Offizielles Votum erwartet
Seit Anfang Mai läuft die Annahmefrist. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank müssen nun eine formelle Stellungnahme veröffentlichen. Dieses gesetzlich vorgeschriebene Dokument bewertet die Offerte für die eigenen Aktionäre. Finanzexperten rechnen in den nächsten Tagen mit der Publikation.
Finanziell hinkt das Angebot hinterher. Die Mailänder bieten einen Aktientausch, der die Commerzbank mit gut 31 Euro je Anteilsschein bewertet. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 36,09 Euro. Die Folge: Aktionäre würden bei einer Annahme derzeit Geld verlieren.
Die Commerzbank-Führung lehnt den Vorstoß bislang strikt ab. Sie bezeichnet die Pläne der Italiener als vage und riskant. Obendrein wirft Frankfurt der UniCredit irreführende Darstellungen vor. Eine Prämie für die Übernahme der Kontrolle fehle komplett.
Rückenwind von Analysten
Parallel zum Übernahmekampf liefert das operative Geschäft gute Argumente für die Eigenständigkeit. Nach starken Quartalszahlen hoben mehrere Banken ihre Kursziele an. Die Deutsche Bank sieht die Aktie nun bei 42 Euro. RBC Capital ruft sogar 43 Euro auf.
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Der Aktienkurs spiegelt diese Zuversicht wider. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 38 Prozent auf der Anzeigetafel. Mit einem RSI-Wert von 86 gilt die Aktie kurzfristig als überkauft. Das Jahreshoch liegt bei knapp 38 Euro.
Hauptversammlung als Bühne
Die nächste Eskalationsstufe folgt am 20. Mai. Dann trifft sich die Commerzbank zur Hauptversammlung in Wiesbaden. Auf der Tagesordnung stehen eine vorgeschlagene Dividende von 1,10 Euro sowie die Ermächtigung für weitere Aktienrückkäufe. Das Management dürfte das Treffen nutzen, um den Abwehrkampf zu untermauern.
Die Annahmefrist der UniCredit läuft noch bis Mitte Juni. Ein möglicher Abschluss würde sich wegen regulatorischer Hürden ohnehin bis ins Jahr 2027 ziehen. Bis dahin definiert die kommende Stellungnahme des Vorstands die offizielle Verteidigungslinie.
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