Die Commerzbank setzt ihre aggressive Kapitalrückgabe fort – und verfolgt damit eine Strategie, die weit über reine Aktionärspflege hinausgeht. Mit dem Abschluss des sechsten Aktienrückkaufprogramms verdichtet sich das Bild einer Bank, die ihre Eigenständigkeit mit finanziellen Mitteln verteidigt.
Rekorddividende und wachsende Ausschüttungen
Gestern, am 9. März 2026, beendete die Commerzbank ihr jüngstes Rückkaufprogramm über 524 Millionen Euro. Seit dem Start Mitte Februar erwarb das Institut rund 15,7 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 33,45 Euro je Anteilsschein – ein Anteil von 1,39 Prozent des Grundkapitals. Die Papiere sollen vollständig eingezogen werden.
Zusammen mit einem bereits im Dezember abgeschlossenen Rückkaufprogramm summieren sich die jüngsten Rückkäufe auf 1,5 Milliarden Euro. Hinzu kommt eine geplante Dividende von 1,10 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 – gegenüber 0,65 Euro im Vorjahr ein Anstieg von rund 69 Prozent. Über beides muss noch die Hauptversammlung im Mai abstimmen.
Die Kapitalrückgabe für 2025 beläuft sich damit auf insgesamt 2,7 Milliarden Euro – entspricht dem vollständigen bereinigten Nettoergebnis. Seit 2022 hat das Institut auf diesem Weg rund 5,8 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückgeführt. Für die Jahre 2026 bis 2028 peilt die Bank im Rahmen ihrer „Momentum“-Strategie weiterhin eine Ausschüttungsquote von 100 Prozent des Nettoergebnisses an.
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Die eigentliche Botschaft hinter den Zahlen
Kann eine Dividendenpolitik als Übernahmeabwehr funktionieren? Im Fall der Commerzbank ist genau das der Plan. Die UniCredit hält derzeit knapp 30 Prozent der Anteile, und deren CEO Andrea Orcel hat eine mögliche vollständige Übernahme auf 2026 verschoben. Sowohl das Commerzbank-Management als auch die Bundesregierung lehnen ein solches Szenario ab.
Die Antwort der Commerzbank ist eine stetig wachsende Bewertung durch hohe Kapitalrückgaben – mit dem Ziel, eine Akquisition für die Italiener finanziell unattraktiv zu machen. Seit der ersten Ankündigung des UniCredit-Einstiegs im September 2024 haben Commerzbank-Aktien rund 90 Prozent zugelegt, UniCredit-Aktien im selben Zeitraum etwa 40 Prozent.
Aktuell notiert die Commerzbank-Aktie bei 31,55 Euro und damit rund acht Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts. Ob das Übernahmethema 2026 zu einer Entscheidung kommt, dürfte der entscheidende Kurstreiber für das laufende Jahr bleiben.
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