Commerzbank: BaFin stoppt UniCredit-Werbung
Die Finanzaufsicht untersagt UniCredit irreführende Werbung im Übernahmepoker. Die Commerzbank bereitet unterdessen einen weiteren Stellenabbau vor.

Kurz zusammengefasst
- BaFin verbietet UniCredit-Werbekampagne
- Neue Sparrunde bei Commerzbank geplant
- UniCredit hält knapp 30 Prozent
- Strategie-Präsentation am 8. Mai
UniCredit nannte die Commerzbank in Onlineanzeigen „vernachlässigt“, „unsicher“ und „kurzfristig orientiert“. Das war zu viel für die BaFin.
Die Finanzaufsicht hat UniCredit per Anordnung untersagt, solche Werbemaßnahmen im laufenden Übernahmeverfahren fortzusetzen. Grundlage ist § 28 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes. UniCredit hat die Anzeigen inzwischen entfernt — freiwillig oder nicht, das Ergebnis ist dasselbe.
Eigenständigkeit als Kostenprogramm
Parallel verdichten sich Berichte über eine neue Sparrunde. Die Commerzbank plant im Rahmen ihrer aktualisierten „Momentum“-Strategie weiteren Stellenabbau. Wie groß der Einschnitt ausfällt, ist noch offen — der Betriebsrat muss eingebunden werden.
Betriebsratschef Sascha Uebel hat sich klar positioniert: Als unabhängige Bank biete das Institut bessere Perspektiven als nach einer Übernahme. Er rechnet zwar mit weiteren Einsparungen, erwartet aber deutlich geringere Einschnitte als bei einem Verkauf an UniCredit.
Anfang 2025 hatte die Commerzbank bereits den Abbau von 3.900 Vollzeitstellen bis 2028 vereinbart — überwiegend in Deutschland, sozialverträglich über Altersteilzeit und Vorruhestand. Der Gesamtbestand von rund 36.700 Stellen sollte dabei weitgehend stabil bleiben.
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Übernahmepoker läuft weiter
UniCredit hält direkt und über Finanzinstrumente 29,99 Prozent der Commerzbank-Anteile. Die Schwelle von 30 Prozent ist kein Zufall: Ab diesem Punkt würde eine Pflichtofferte fällig. Das Management und die Bundesregierung — mit gut zwölf Prozent zweitgrößter Anteilseigner — lehnen eine Übernahme ab.
Die Aktie hat sich zuletzt erholt. Mit 35,48 Euro liegt der Kurs rund sechs Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht hat das Papier knapp 48 Prozent zugelegt. Eine Kaufempfehlung der Bank of America half zuletzt, eine viertägige Verlustserie zu beenden.
Strategie-Präsentation am 8. Mai
Das operative Ergebnis für 2025 kletterte um 18 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro — ein historischer Bestwert. Am 8. Mai will der Vorstand aktualisierte Finanzziele und die Strategie bis 2030 vorstellen. Dann dürfte auch klarer werden, wie ambitioniert die neue Sparrunde tatsächlich ausfällt und ob die Aufwands-Ertrags-Quote von angestrebten 54 Prozent realistisch bleibt.
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