CoreWeave Aktie: CDO verkauft Anteile
CoreWeaves Chief Development Officer veräußert Aktien im Wert von 22 Millionen Dollar, während der Kurs nachgibt und die Expansion in Europa voranschreitet.

Kurz zusammengefasst
- CDO verkauft 195.000 CoreWeave-Aktien
- Erlös von rund 22 Millionen Dollar
- Kurs fällt unter Verkaufsniveau
- Europäisches Netz wächst auf acht Standorte
Während CoreWeave seine europäische Präsenz weiter ausbaut, zieht sich der eigene Chief Development Officer aus einem Teil seiner Beteiligung zurück — und das in einem ungünstigen Kursmoment.
Brannin McBee veräußerte am 22. Juni insgesamt 195.000 Aktien der Klasse A, verteilt auf direkte Bestände, den Besitz seiner Ehefrau sowie zwei irrevokable Trusts. Die Erlöse summierten sich auf rund 22 Millionen Dollar, die Verkaufspreise lagen zwischen 107 und 119 Dollar je Aktie. Alle Transaktionen liefen über einen Rule-10b5-1-Plan, den McBee Anfang März aufgesetzt hatte — ein Standardmechanismus, der Insidergeschäfte von aktiven Handelsentscheidungen entkoppeln soll.
Kurs unter Druck
Das Timing wirft trotzdem Fragen auf. Der Kurs gab in den Tagen rund um die Transaktionen nach und notierte zuletzt bei rund 101 Dollar — rund zwölf Prozent unter dem Wochenhoch. McBee verkaufte also zu höheren Kursen, als sie aktuell zu haben wären. Nach den Verkäufen hält er direkt noch rund 259.000 Aktien der Klasse A sowie mehr als 6,6 Millionen Aktien der Klasse B.
Europa-Expansion läuft weiter
Operativ zeigt CoreWeave derweil keine Anzeichen einer Verlangsamung. Das Unternehmen gab gestern eine Partnerschaft mit dem schwedischen Rechenzentrumsbetreiber Conapto bekannt. Zwei Standorte in Stockholm werden in das Netz eingebunden, der erste ist bereits online. Beide Campusse laufen auf erneuerbarer Energie — ein Punkt, den Enterprise-Kunden zunehmend voraussetzen. Mit der Vereinbarung wächst CoreWeaves europäisches Netz auf acht Standorte.
Die technische Ausstattung setzt auf NVIDIAs Blackwell- und Vera-Rubin-Architekturen. Weltweit betreibt CoreWeave 49 Rechenzentren mit mehr als einem Gigawatt aktiver Leistung und 3,5 Gigawatt vertraglich gesicherter Kapazität. Der Auftragsbestand lag zum Ende des ersten Quartals bei 100 Milliarden Dollar — eine Zahl, die die Wachstumsstory trotz aktueller Kursschwäche untermauert.
Rosenblatt hat CoreWeave zuletzt mit einem Kursziel von 250 Dollar zum Kauf empfohlen. Das ist mehr als das Doppelte des aktuellen Kursniveaus — und signalisiert, wie unterschiedlich Markt und optimistischste Analysten die Aktie gerade einschätzen.
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