Corning Aktie: Mizuho erhöht Ziel auf 220 Dollar
Mizuho erhöht Kursziel für Corning auf 220 Dollar. Der Spezialist für optische Konnektivität profitiert stark vom KI-bedingten Ausbau der Rechenzentren.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel auf 220 Dollar angehoben
- Optik-Sparte mit 36 Prozent Umsatzplus
- Springboard-Plan: 20 Milliarden bis 2026
- Aktie seit Jahresbeginn um 128 Prozent gestiegen
Corning bekommt Rückenwind aus einer Ecke, die der Markt derzeit besonders hoch bewertet: optische Netze für Rechenzentren, KI-Hardware und schnelle Datenübertragung. Eine höhere Einschätzung von Mizuho hat die Aktie am Mittwoch weiter angeschoben. Der Kurslauf ist stark, die Erwartungen werden es auch.
Mizuho legt die Messlatte höher
Mizuho Securities erhöhte das Kursziel für Corning von 190 auf 220 Dollar und bestätigte das Votum „Outperform“. Der Schritt stützt sich vor allem auf die bessere Positionierung des Konzerns im Geschäft mit optischer Konnektivität. Genau dort steigt die Nachfrage, weil KI-Rechenzentren und Cloud-Anbieter enorme Datenmengen schneller bewegen müssen.
Die Aktie reagierte prompt. Im US-Handel legte Corning um 4,3 Prozent auf 206,71 Dollar zu, im Tageshoch standen 211,79 Dollar auf der Tafel. Bank of America hatte den Titel zuvor bereits in eine Liste bevorzugter US-Aktien aufgenommen, was den positiven Analystenton zusätzlich verstärkte.
Auch im deutschen Handel ist die Bewegung deutlich. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 176,86 Euro; auf Wochensicht steht ein Plus von 13,77 Prozent, seit Jahresbeginn von 128,56 Prozent. Das ist beeindruckend, aber nicht mehr günstig zu haben.
Wachstumspfad wird konkreter
Der operative Kern der Story ist Cornings „Springboard“-Plan. Das Management peilt bis Ende 2026 eine annualisierte Umsatzrate von 20 Milliarden Dollar an, langfristig stehen 40 Milliarden Dollar bis 2030 im strategischen Rahmen. Der Markt bewertet damit nicht nur aktuelle Zahlen, sondern einen mehrjährigen Ausbaupfad.
Dafür investiert Corning kräftig in die Produktion. Rund 500 Millionen Dollar fließen in drei neue US-Standorte, mit denen die Kapazität in der optischen Fertigung verzehnfacht werden soll. Das passt zur Nachfrage großer Kunden aus Halbleiter- und KI-Hardware-Ketten.
Die jüngsten Zahlen liefern dafür Rückendeckung. Im ersten Quartal 2026 erzielte Corning einen Gewinn je Aktie von 0,70 Dollar und einen Umsatz von 4,35 Milliarden Dollar. Das entsprach einem Umsatzplus von 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders stark lief das Segment Optical Communications. Dort stiegen die Erlöse um 36 Prozent, der Nettogewinn erreichte 387 Millionen Dollar und lag damit 93 Prozent über dem Vorjahreswert. Genau dieses Geschäft ist der Hebel hinter der neuen Analystenfantasie.
Rally braucht weitere Belege
Für das zweite Quartal 2026 stellt das Management einen Gewinn je Aktie zwischen 0,73 und 0,77 Dollar in Aussicht. Eine Dividende von 0,28 Dollar je Aktie ist für Juni vorgesehen.
Technisch wirkt die Aktie inzwischen heiß gelaufen: Der RSI liegt bei 84,9, die annualisierte 30-Tage-Volatilität bei 71,90 Prozent. Corning hat die KI- und Glasfaserstory auf seiner Seite. Nach dieser Rally muss das Unternehmen nun zeigen, dass Kapazitätsausbau, Margen und Nachfrage im gleichen Tempo mitziehen.
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