Covestro Aktie: Kurze Verschnaufpause!

Covestro wechselt in den General Standard und bereitet den Squeeze-out für Minderheitsaktionäre vor. Die finale Barabfindungshöhe wird auf der Hauptversammlung im April festgelegt.

Kurz zusammengefasst:
  • Wechsel vom Prime in den General Standard
  • XRG kontrolliert über 90 Prozent der Anteile
  • Squeeze-out-Verfahren für Minderheitsaktionäre läuft
  • Finale Abfindungshöhe noch unklar

Das Börsenkapitel von Covestro wird schrittweise geschlossen. Nach der Übernahme durch den Großaktionär XRG bereitet der Werkstoffhersteller nun den Wechsel in ein niedrigeres Börsensegment vor. Während die Transparenzpflichten sinken, warten die verbliebenen Anleger auf die finalen Konditionen des Zwangsabfindungs-Verfahrens.

  • Segmentwechsel: Antrag auf Wechsel vom Prime Standard in den General Standard beschlossen.
  • Machtverhältnisse: Großaktionär XRG (ehemals ADNOC) kontrolliert über 90 Prozent der Anteile.
  • Abfindung: Squeeze-out-Verfahren läuft, Barabfindungshöhe noch offen.

Weniger Transparenz als logische Folge

Der Vorstand hat am 22. Januar 2026 die Weichen für den Abschied aus der ersten Börsenliga gestellt. Die Aktie soll künftig im General Standard notieren. Dieser Schritt befreit Covestro von aufwendigen Berichtspflichten, wie etwa der Erstellung englischsprachiger Quartalsmitteilungen. Angesichts der neuen Eigentümerstruktur erscheint der hohe Aufwand des Prime Standard für das Unternehmen wirtschaftlich nicht mehr gerechtfertigt.

Covestro

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Der Hintergrund ist eindeutig: Der Streubesitz ist massiv geschrumpft. Der neue Mehrheitseigentümer XRG P.J.S.C. hält inzwischen mehr als 90 Prozent der Papiere. Die Aktie selbst zeigt sich in diesem Umfeld wenig dynamisch und notiert mit einem Schlusskurs von 60,66 Euro knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 61,54 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von rund 8 Prozent, was die abwartende Haltung des Marktes widerspiegelt.

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Squeeze-out: Das Warten auf den Preis

Für die freien Aktionäre ist der Segmentwechsel nur das Vorgeplänkel. Das entscheidende Ereignis ist der bereits Anfang Januar 2026 eingeleitete Squeeze-out. Da der Hauptaktionär gemeinsam mit verbundenen Unternehmen die relevante Schwelle von 95 Prozent des Grundkapitals überschritten hat, sind die rechtlichen Voraussetzungen für einen Ausschluss der Minderheitsaktionäre erfüllt.

Marktbeobachter interpretieren den Wechsel in den General Standard als Vorbereitung auf das unvermeidliche Delisting. Im Zentrum steht nun die angemessene Barabfindung. Deren Höhe ist noch nicht fixiert, dürfte sich aber an den historischen Durchschnittskursen und einer Unternehmensbewertung orientieren. Der aktuelle Kursabstand zum 52-Wochen-Hoch von 66,00 Euro beträgt etwa 8 Prozent, was den Spielraum für Spekulationen begrenzt.

Die endgültige Entscheidung soll auf der ordentlichen Hauptversammlung fallen, die für den 15. April 2026 terminiert ist. Bis zu diesem Datum müssen die konkreten Bedingungen für den Squeeze-out auf dem Tisch liegen, womit dieser Tag den finalen Meilenstein für die verbliebenen Covestro-Aktionäre markiert.

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