Während der DAX am Montag unter neuen US-Zolldrohungen von Donald Trump ächzt, zeigt sich die Covestro-Aktie bemerkenswert unbeeindruckt. Der Grund: Die finale Phase der Adnoc-Übernahme isoliert das Papier nahezu vollständig vom Tagesgeschehen an den Märkten. Mit 95,1 Prozent der Anteile hat der Ölkonzern aus Abu Dhabi die entscheidende Schwelle für den Squeeze-out überschritten.
Was das für Aktionäre bedeutet
Die Übernahme-Mechanik wirkt wie ein Schutzschild. Während exportlastige Werte wie BMW (-1,57 Prozent) unter den angekündigten Strafzöllen von bis zu 25 Prozent auf EU-Waren leiden, pendelt die Covestro-Aktie stabil um 60,68 Euro – eng am erwarteten Abfindungsniveau.
Die Fakten zur Übernahme:
- Adnoc (über XRG) hält 95,1 Prozent der Anteile
- Schwelle für Squeeze-out überschritten
- Kleinaktionäre werden gegen Barabfindung gedrängt
- Delisting der Aktie mittelfristig zu erwarten
Das Überschreiten der 95-Prozent-Marke ebnet den Weg für den erzwungenen Ausschluss der Minderheitsaktionäre. Die formalen Schritte dazu dürften in Kürze eingeleitet werden. Der aktuelle Kurs spiegelt nicht mehr operative Entwicklungen oder Marktsentiment wider, sondern ausschließlich das zu erwartende Abfindungsangebot.
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Entkopplung vom DAX
Die Covestro-Aktie verhält sich damit diametral zum Gesamtmarkt. Während Chemie-Wettbewerber ihre Export-Prognosen wegen der Zolldrohungen überarbeiten müssen, ist der Leverkusener Werkstoffhersteller durch die Übernahmesituation von diesen Fundamentaldaten abgeschirmt.
Diese Bewertungssicherheit macht das Papier temporär zu einer Art „Safe Haven“ im volatilen DAX-Umfeld. Größere Kursausschläge sind kaum zu erwarten, solange keine rechtlichen Hürden im Squeeze-out-Prozess auftreten.
Der nächste relevante Termin: Die Bekanntgabe der konkreten Höhe der Barabfindung für die verbliebenen Kleinaktionäre. Bis dahin markiert die aktuelle Kursentwicklung faktisch das Ende der Eigenständigkeit eines einstigen deutschen Industriekonzerns.
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