Covestro Aktie: Übernahme-Poker eskaliert!

Die milliardenschwere Übernahme von Covestro durch Adnoc droht an EU-Wettbewerbsbedenken zu scheitern. Der arabische Konzern kritisiert die Behörden scharf, was die Transaktion infrage stellt und den Aktienkurs einbrechen ließ.

Kurz zusammengefasst:
  • Adnoc attackiert EU-Kommission mit ungewöhnlich scharfer Kritik
  • Übernahmedeal steht wegen regulatorischer Hürden vor dem Aus
  • Covestro-Aktie verliert bis zu elf Prozent an einem Tag
  • Subventionsbedenken der EU gefährden gesamte Transaktion

Die milliardenschwere Übernahme von Covestro durch den Ölriesen Adnoc droht am Widerstand der EU-Kommission zu scheitern. In einer beispiellosen Eskalation attackiert der arabische Konzern die europäischen Wettbewerbshüter nun öffentlich – und versetzt Anleger in Panik. Steht der Deal vor dem Aus?

Harsche Attacke gegen EU-Behörden

Adnoc reagierte mit ungewöhnlich scharfen Worten auf die ausgesetzte Prüfung durch die EU-Kommission. Der Konzern bezeichnete das Vorgehen der Behörden als „unverhältnismäßig und invasiv“. Diese öffentliche Kritik markiert eine dramatische Zuspitzung des Übernahmepokers und nährt Zweifel an der gesamten Transaktion.

Covestro

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Die Forderungen der EU würden „weit über das hinausgehen, was angemessen oder relevant ist“, so Adnoc. Dies werfe „ernsthafte Fragen bezüglich der Lebensfähigkeit der gesamten Investition“ auf. Ein klares Signal: Der Käufer zieht sich möglicherweise zurück.

Regulatorische Hürden werden zur Falle

Im Zentrum des Konflikts stehen Subventionsbedenken. Die EU-Kommission fürchtet, dass Finanzspritzen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten den europäischen Binnenmarkt verzerren könnten. Seit Ende Juli läuft daher eine vertiefte Untersuchung – deutlich mehr als nur eine Formalie.

Die kritischen Faktoren im Überblick:

  • Die EU-Kommission hat die Prüfung vorübergehend ausgesetzt
  • Adnoc reagiert mit öffentlicher Kritik an den Behörden
  • Der gesamte Deal wird infrage gestellt
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns steigt deutlich

Kurssturz reflectiert wachsende Zweifel

Die Märkte reagierten umgehend auf die eskalierende Situation. Die Covestro-Aktie brach zeitweise um bis zu elf Prozent ein und markierte neue Sechs-Monats-Tiefs. Am Freitag schloss der Titel bei 54,90 Euro – ein Minus von 2,80 Prozent und nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 54,04 Euro.

Besonders signifikant: Die Aktie notiert deutlich unter ihren wichtigen Durchschnittswerten:
* 8,8% unter dem 50-Tage-Durchschnitt
* 6,6% unter dem 200-Tage-Durchschnitt
* 9,6% unter dem 52-Wochen-Hoch

Die eingepreiste Übernahmeprämie löst sich damit zusehends in Luft auf. Die Volatilität von 17,7% spiegelt die extreme Nervosität der Anleger wider.

Game Over für die Übernahme?

Die offene Konfrontation zwischen Adnoc und der EU-Kommission verwandelt die einst attraktive Übernahmeperspektive in ein hochriskantes Pokerspiel. Der Tonfall signalisiert verhärtete Fronten – und dass Adnoc ernsthaft über einen Rückzug vom Deal nachdenkt.

Solange keine Einigung im Streit mit den Wettbewerbshütern gefunden wird, bleibt die Covestro-Aktie im freien Fall gefangen. Die entscheidende Frage: Blufft Adnoc – oder ist die Milliarden-Übernahme tatsächlich gescheitert?

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