Crispr Therapeutics Aktie: Evercore ISI hebt Kursziel auf 76 Dollar
Crispr Therapeutics setzt auf breitere Pipeline und neue Therapien. Analysten zeigen sich optimistisch und heben die Kursziele an.

Kurz zusammengefasst
- Aktie legt um über sieben Prozent zu
- Fokus auf Zugo-Cel und SyNTase-Plattform
- Analysten erhöhen Kursziele deutlich
- Liquidität von 2,4 Milliarden US-Dollar
Crispr Therapeutics hat sich für 2026 viel vorgenommen. CEO Samarth Kulkarni bezeichnet das Jahr erneut als „Defining Year“ – ein entscheidendes Jahr mit zahlreichen klinischen und kommerziellen Meilensteinen. Der Markt scheint zu glauben, dass das Unternehmen liefern kann. Die Aktie legte am Mittwoch um 7,35 Prozent auf 46,65 Euro zu.
Seit Jahresbeginn beträgt das Plus 1,40 Prozent. Der RSI liegt bei 43 – weder überkauft noch überverkauft.
Breitere Pipeline als Trumpf
Hinter dem Kursplus steckt vor allem Vertrauen in die strategische Expansion. Casgevy, die erste zugelassene Gen-Scheren-Therapie, läuft kommerziell. Doch das Management setzt nun auf neue Felder. Besonders Zugo-Cel rückt in den Fokus. Das Programm wurde auf Autoimmunerkrankungen und Onkologie ausgeweitet. Erste klinische Daten werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.
Derweil treibt Crispr die SyNTase-Editing-Plattform voran. Sie soll präzisere Gen-Korrekturen ermöglichen. Der erste Kandidat CTX460 bereitet sich auf klinische Studien vor. Der Start ist für Mitte des Jahres geplant. Hinzu kommt die Partnerschaft mit Sirius Therapeutics für CTX611, einen Faktor-XI-Hemmer. Top-Line-Daten aus einer Phase-2-Studie bei Kniegelenksersatz folgen im zweiten Halbjahr.
Analysten sehen Kurspotenzial
Der Verlust im ersten Quartal fiel geringer aus als im Vorjahr. Evercore ISI hob das Kursziel von 74 auf 76 US-Dollar an. Bernstein erhöhte auf 56 US-Dollar. Die Zuversicht der Analysten basiert auf der breiten Pipeline und einer starken Liquidität.
Mit einer Liquidität von rund 2,4 Milliarden US-Dollar ist das Unternehmen für die kostenintensive Forschung gut gewappnet. Bis zum zweiten Halbjahr 2026 müssen positive Daten aus Zugo-Cel und der SyNTase-Plattform kommen, sonst droht erneute Skepsis. Der Druck auf das „Defining Year“ wächst mit jedem Monat ohne neue Durchbrüche.
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