Critical Infrastructure Aktie: Deal-Aus am 22. Juni
CiTech bricht Übernahme und Finanzierung ab. Die Aktie steigt kurzzeitig, bleibt aber nahe dem Jahrestief. Neue Partnerschaften in Polen und Kanada sollen nun Impulse liefern.

Kurz zusammengefasst
- Übernahme in Australien geplatzt
- Finanzierungsmandat beendet
- Aktie steigt trotzdem leicht
- Neue Kooperationen in Polen und Kanada
Der Exit vom Exit wird zum Déjà-vu. Critical Infrastructure Technologies (CiTech) hat diese Woche gleich zwei Vorhaben beendet: eine geplante Übernahme in Westaustralien und die dazugehörige Finanzierung. Die Aktie stieg daraufhin um knapp zehn Prozent auf 0,11 Euro – ein schwacher Trost angesichts des dramatischen Kursverfalls.
Pläne geplatzt, Verträge gekündigt
Am 22. Juni teilte CiTech mit, den Aktienkaufvertrag für ein Präzisionsunternehmen aus Westaustralien zu kündigen. Parallel dazu beendete das Unternehmen das Mandat mit Centurion One Capital Corp. – eigentlich sollte die Investmentbank eine Privatplatzierung über bis zu drei Millionen Dollar stemmen. Beide Projekte hatten das laufende Jahr über Schlagzeilen geliefert. Jetzt sind sie Geschichte.
Neue Partner, neuer Auftrieb?
Trotz der Rückschläge gibt sich die Firma optimistisch. Im Fokus steht eine Absichtserklärung mit H. Cegielski – Poznan (HCP), einer Tochter der polnischen Rüstungsgruppe PGZ. Dazu kommt ein Joint Venture mit Juno Industries in Kanada. Und aus Australien selbst gibt es Anfragen aus dem Bergbausektor.
Ein konkreter Meilenstein zeichnet sich ab: Die Plattform Nexus 20 soll im Juli in Hamburg eintreffen. Nach dem Zoll geht es weiter ins Werk von HCP nach Posen – für Ausbau, Montage und Tests. Im September ist dann die MSPO-Verteidigungsmesse in Kielce angesetzt.
Kurs im freien Fall
Die Aktie erlebte einen Rally-Tag – und bleibt dennoch in der Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs. Der RSI liegt bei 28,3, die annualisierte Volatilität bei 131,85 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 1,33 Euro aus dem Oktober 2025 ist 92 Prozent entfernt. Seit Jahresbeginn verlor das Papier 74 Prozent. Am Mittwoch notierte es noch bei 0,10 Euro – dem Jahrestief.
Die explosive Kursentwicklung und der geplatzte Deal werfen Fragen auf, auf die das Unternehmen bislang keine Antworten liefert. Der MSPO-Auftritt im September wird zum ersten echten Test, ob die Strategie auch ohne Übernahme trägt.
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