CrowdStrike Aktie: 209,49 Dollar Tageshoch nach Split
Trotz dramatischer Kursverluste im Chart erreicht CrowdStrike nach dem Aktiensplit ein neues Rekordhoch. Analysten bleiben optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Aktiensplit am 2. Juli vollzogen
- Neues Tageshoch bei 209,49 Dollar
- Jahresplus von rund 66 Prozent
- Analysten sehen weiteres Potenzial
Wer sich den CrowdStrike-Chart der vergangenen Woche anschaut, könnte einen Schock bekommen. Minus 73,90 Prozent in sieben Tagen, minus 69,48 Prozent in dreißig Tagen. Ein Ausverkauf historischen Ausmaßes — wäre da nicht ein einfacher technischer Grund: ein Aktiensplit.
Am 2. Juli vollzog CrowdStrike seinen ersten Aktiensplit im Verhältnis vier zu eins. Der Kurs schrumpfte über Nacht von rund 773 Dollar auf etwa 193 Dollar. Keine Unternehmenskrise, kein Vertrauensverlust — nur eine mechanische Anpassung der Aktienzahl.
Warum der Chart täuscht
Ein Split verändert den Wert eines Investments nicht. Er teilt lediglich jede Aktie in vier neue Anteile auf. Aus einer 773-Dollar-Aktie werden vier Aktien zu je rund 193 Dollar.
Genau diese Umstellung sorgt für die dramatischen Prozentzahlen in den kurzfristigen Kennziffern. Der RSI von 20,3 signalisiert rechnerisch eine stark überverkaufte Aktie, die annualisierte Volatilität von 224,58 Prozent wirkt wie ein Alarmsignal. Beides sind Artefakte der Split-Anpassung, nicht Ausdruck echter Marktpanik.
Am Montag schloss die Aktie bei 174,28 Euro. Der eigentliche Trend zeigt seitdem nach oben, nicht nach unten.
Neues Rekordhoch trotz optischer Verzerrung
Am 6. Juli erreichte CrowdStrike im Handelsverlauf ein Tageshoch von 209,49 Dollar. Das Tagestief lag bei 188,55 Dollar — die Aktie bewegte sich damit 5,8 Prozent über ihrem Tiefpunkt. Die 52-Wochen-Spanne reicht inzwischen von 85,68 bis 209,49 Dollar.
Seit der Split-Ankündigung am 3. Juni legte die Aktie um rund 8 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht auf split-bereinigter Basis ein Plus von etwa 66 Prozent. Anleger positionierten sich offenbar gezielt vor der niedrigeren, zugänglicheren Kursnotierung.
Das Handelsvolumen liegt mit 10,19 Millionen Aktien unter dem Drei-Monats-Durchschnitt von 13,28 Millionen. Der anfängliche Split-Trubel normalisiert sich also, während der Kurs weiter neue Höchststände markiert.
Analysten bleiben trotz Bewertungsfragen positiv
Roth-Capital-Analyst Taz Koujalgi bezeichnete die jüngsten Quartalszahlen als solide. Die überraschend starke Anhebung der Jahresprognose für den wiederkehrenden Umsatz (ARR) wirft für ihn allerdings die Frage auf, wie viel Kurspotenzial noch bleibt.
Analyst Jonathan Ho hält dagegen an seiner Kaufempfehlung fest. Er verweist auf starke operative Umsetzung, KI-getriebenes ARR-Wachstum und einen noch wenig durchdrungenen Cybersecurity-Markt.
Die Rekordstände fallen zudem mit einer breiteren Rotation in Cybersecurity- und KI-nahe Softwarewerte zusammen. Investoren zogen sich rund um das Independence-Day-Wochenende aus risikoreicheren Anlagen zurück und konzentrierten sich stattdessen auf unternehmensspezifische Entwicklungen — neben CrowdStrike etwa bei Navan und Johnson & Johnson.
Der Split selbst ist damit technisch abgeschlossen, der Markt hat ihn verarbeitet. Im Mittelpunkt steht künftig wieder das operative Geschäft: das ARR-Wachstum und die Margenentwicklung, die den Kursanstieg in diesem Jahr bislang getragen haben.
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