CrowdStrike Aktie: 4-für-1-Split am 2. Juli

Der 4-für-1-Split beflügelt die CrowdStrike-Aktie. Der Cybersicherheitsspezialist profitiert zudem von starken Quartalszahlen und neuen KI-Schutzlösungen.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung des Cybersicherheitssektors mit leuchtenden, vernetzten digitalen Knotenpunkten und Linien vor dunklem Hintergrund. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Aktiensplit sorgt für Kursplus
  • Starke Quartalszahlen vorgelegt
  • Fokus auf KI-Sicherheit verstärkt
  • Prognose für das Jahr angehoben

Ein Aktiensplit ändert am Unternehmenswert nichts. Trotzdem sorgte der Wechsel bei CrowdStrike für spürbaren Schwung. Der Cybersicherheits-Konzern startete am 2. Juli 2026 erstmals mit vierfach gestückelten Aktien in den Handel — und legte prompt zu.

Split-adjusted Handel und neue Kursmarken

Der 4-für-1-Split wurde nach Handelsschluss am 1. Juli wirksam. Aktionäre mit Bestand zum 25. Juni erhielten drei zusätzliche Aktien je gehaltenem Papier. Der Kurs passte sich entsprechend an: Aus dem Schlusskurs von 772,74 Dollar wurde ein Eröffnungskurs von rund 193 Dollar.

Am Ende der ersten Handelssitzung stand ein Plus von 1,87 Prozent. Die Aktie schloss bei 196,80 Dollar — nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 196,50 Dollar. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 72,82 Punkten und signalisiert eine kurzfristig überkaufte Lage. Die Marktkapitalisierung bleibt mit rund 199 Milliarden Dollar robust.

Analysten haben ihre Modelle an die neue Aktienzahl angepasst. Barclays-Analyst Saket Kalia senkte sein Kursziel auf 169 Dollar, umgerechnet von zuvor 675 Dollar vor dem Split. Er bestätigte das Rating „Overweight“. Grundlage ist ein Multiplikator von etwa dem 42-Fachen des für Geschäftsjahr 2031 erwarteten freien Cashflows von 4,2 Milliarden Dollar. Barclays rechnet zudem mit einem Anstieg der verwässerten Aktienzahl auf 1,119 Milliarden bis 2031. Cantor Fitzgerald bestätigte sein „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 725 Dollar auf Vor-Split-Basis.

Verteidigung gegen KI-gesteuerte Angriffe

Parallel zum Split treibt CrowdStrike sein Kerngeschäft voran: den Schutz vor einer neuen Angriffsgeneration. Firmenpräsident Michael Sentonas stellte am 2. Juli die verstärkte Ausrichtung auf sogenannte „Agentic AI“ vor. Das Unternehmen beteiligt sich an Project Glasswing und an OpenAIs Programm „Trusted Access for Cyber“.

Der Hintergrund: Erst kürzlich tauchte mit „JadePuffer“ die erste dokumentierte End-to-End-Ransomware-Attacke auf Basis autonomer KI-Agenten auf. Sie nutzte Schwachstellen in Cloud-Konfigurationen und Datenbanken aus. CrowdStrike reagierte mit dem neuen Tool „Continuous Identity for AI Agents“, das autonome Aktionen von KI-Assistenten in Unternehmensnetzwerken absichern soll.

Die Integration reicht inzwischen über mehrere große Infrastrukturplattformen:

  • Amazon Web Services (AWS): Einbindung fortschrittlicher KI-Sicherheitstools
  • Google Cloud und Microsoft Azure: gemeinsame Absicherung Cloud-nativer Workloads
  • Databricks: Partnerschaft für datenzentrierte Sicherheit bei KI-Anwendungen

Starkes Quartal, angehobene Prognose

Der Split fällt in eine Phase solider operativer Zahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 meldete CrowdStrike einen Umsatz von 1,39 Milliarden Dollar — ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon entfielen 1,32 Milliarden Dollar auf wiederkehrende Abo-Erlöse.

Die Net New Annual Recurring Revenue kletterte um 32 Prozent auf 256 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,10 Dollar und übertraf die Markterwartung um 25 Prozent. Der freie Cashflow erreichte mit 468 Millionen Dollar einen neuen Höchstwert, der operative Cashflow lag bei 591 Millionen Dollar.

Das Management hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Es erwartet nun ein Wachstum zwischen 27 und 29 Prozent. Der Vorstand zeigt sich zuversichtlich, dass sowohl der Split als auch der anhaltende Bedarf an KI-Sicherheit die Marktposition weiter stützen.

Hohe Bewertung, offene Fragen

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 65 Prozent zugelegt. Seit dem Börsengang 2019 steht ein Plus von über 1.100 Prozent zu Buche. Diese Rally hat ihren Preis: Auf Basis der erwarteten Gewinne handelt das Papier mit dem 137-Fachen — ein anspruchsvolles Niveau. Manche Analysten sehen zudem das Risiko, dass das ARR-Wachstum künftig unter die 25-Prozent-Marke fallen könnte.

Am breiteren Markt zeichnet sich derzeit eine Rotation hin zu sogenannten Monetarisierungsplattformen im KI-Bereich ab. Während Hardware-Werte aus dem KI-Segment Anfang Juli deutliche Schwankungen zeigten, hielten Plattformanbieter wie CrowdStrike ihre Dynamik. Die diese Woche erfolgte Aufhebung der US-Exportbeschränkungen für leistungsstarke KI-Modelle wie Anthropics Claude Mythos dürfte die weltweite Verbreitung von KI-Sicherheitsagenten zusätzlich beschleunigen — und damit auch den Absatzmarkt für CrowdStrikes neue Identitätsdienste vergrößern.

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CrowdStrike Aktie

216,00 EUR

– 7,30 EUR -3,27 %
KGV —
KUV 49,91
Sektor Technologie
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 269,31 Mrd. USD
Ø Kursziel 236,27 USD
ISIN: US22788C1053 WKN: A2PK2R

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