CSG: 16,05 Euro nach Hunterbrook-Gegenrede
Tschechischer Rüstungskonzern veröffentlicht erstmals detaillierte Fertigungsdaten und plant deutliche Steigerung der Munitionsproduktion.

Kurz zusammengefasst
- Rückweisung der Shortseller-Vorwürfe
- 630.000 großkalibrige Geschosse gefertigt
- Geplante Produktionssteigerung um 20 Prozent
- Aktie erholt sich nach Rekordtief
Starke Nachfrage, schwache Kurse. Bei der tschechischen Rüstungsschmiede CSG klaffen Realität und Stimmung weit auseinander. Eine Shortseller-Attacke zwang das Management nun zu einem ungewöhnlichen Schritt. Die Aktie reagiert prompt.
Produktionsdaten als Verteidigung
Der Leerverkäufer Hunterbrook Media hatte die Produktionskapazitäten für Munition angezweifelt. Das Management wies den Bericht umgehend zurück. Die Vorwürfe seien haltlos, da der Leerverkäufer die Fertigung falsch verstehe. Die Produktion laufe nicht an einem einzigen Standort, sondern verteilt.
Als Reaktion veröffentlichte der Konzern erstmals detaillierte Zahlen. Im vergangenen Jahr fertigte CSG rund 630.000 großkalibrige Geschosse. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen ein Plus von 20 Prozent.
Eine neue Fertigungslinie in der Slowakei liefert dafür zusätzliche Kapazitäten. Mittelfristig will der Rüstungsbauer die Eigenproduktion auf 1,1 Millionen Schuss hochfahren. CSG stellte außerdem klar, dass ein slowakischer Rahmenvertrag über 58 Milliarden Euro lediglich ein Potenzial darstellt.
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Diskrepanz zwischen Kurs und Geschäft
Am Mittwoch erholt sich das Papier um 4,57 Prozent auf 16,84 Euro. Zuvor markierte der Kurs ein Rekordtief. Damit notiert die Aktie weiterhin massiv unter dem Ausgabepreis. Im Januar ging CSG noch für 25 Euro an die Amsterdamer Börse.
Operativ läuft es deutlich besser. Der Auftragsbestand liegt bei über 15 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge erreichte zuletzt starke 24,1 Prozent. Neun Analysten raten aktuell zum Kauf der Aktie.
Quartalszahlen im Fokus
Am 20. Mai präsentiert CSG den ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen. Das Management wehrt sich derweil gegen Spekulationen, dass die Nachfrage bald sinkt. Ein möglicher Waffenstillstand in der Ukraine würde Aufträge nicht vernichten. Die Nachfrage würde sich laut Unternehmensführung lediglich von Munition auf Modernisierungsprogramme verlagern.
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