CSG: +5,10% nach 250-Millionen-Auftrag
Zwei Millionenaufträge für Munition bescheren CSG einen Kurssprung. Analysten sehen Potenzial für eine Erholung der Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Zwei Großaufträge innerhalb einer Woche
- Kurs legt um fünf Prozent zu
- Neue Drohnenabwehr-Munition entwickelt
- Umsatzwachstum von 72 Prozent im Vorjahr
Zwei Großaufträge innerhalb einer Woche — CSG N.V. baut seinen Rüstungsrückstand in einem Tempo auf, das den Markt aufhorchen lässt. Die Aktie des europäischen Munitionskonzerns legte am 23. April um gut fünf Prozent zu. Das war dringend nötig.
Seit dem Börsengang im Januar steht der Kurs unter Druck. Zuletzt notierte die Aktie bei 20,79 Euro — weit entfernt vom Jahreshoch bei 35,50 Euro. Der jüngste Kursanstieg folgte auf die Ankündigung eines neuen Liefervertrags für großkalibrige Munition.
Zwei Hundert-Millionen-Deals in einer Woche
Der neue Vertrag hat ein Volumen von knapp 250 Millionen Euro. CSG liefert 155-mm-Artilleriegranaten mit großer Reichweite an einen europäischen Kunden — Lieferungen über zehn Monate. Bereits eine Woche zuvor hatte der Konzern einen ähnlichen Auftrag im Wert von knapp 300 Millionen Euro unterzeichnet.
CEO Jan Marinov kommentierte den jüngsten Abschluss knapp: „Dieser Vertrag bestätigt unsere Strategie im Bereich Langstreckenammunition und zeigt, dass CSG in der Lage ist, Großprojekte in hart umkämpften westeuropäischen Märkten zu liefern.“
Die Nachfrage nach weitreichender Artilleriemunition wächst. Moderne Konflikte verschieben die militärischen Anforderungen — CSG sieht sich dafür gut aufgestellt.
Drohnenabwehr als neues Standbein
Parallel arbeitet der Konzern an einem weiteren Wachstumsfeld. Die italienische Tochter Fiocchi Munizioni hat eine neue Kleinkaliber-Munition zur Drohnenabwehr entwickelt. Das Besondere: Sie funktioniert in handelsüblichen Sturmgewehren mit NATO-Standardkalibern wie 5,56×45 mm. Soldaten brauchen weder Sonderausrüstung noch zusätzliches Training.
Nach der Vorstellung auf der Enforce Tac 2026 bereitet Fiocchi die Serienproduktion vor. Weitere Kaliber sollen folgen.
Starke Zahlen, konstruktive Analysten
Das Auftragsmomentum steht auf solidem Fundament. Im Geschäftsjahr 2025 wuchs der Umsatz um knapp 72 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte 15 Milliarden Euro, die Pipeline liegt bei 27 Milliarden Euro.
Für 2026 erwartet CSG einen Umsatz zwischen 7,4 und 7,6 Milliarden Euro bei einer bereinigten operativen EBIT-Marge von 24 bis 25 Prozent.
Neun Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, keiner rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,40 Euro — Kepler Capital und Berenberg Bank haben ihre Kaufempfehlungen im April bekräftigt. Am 20. Mai legt CSG die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dann zeigt sich, ob die Auftragswelle bereits in beschleunigten Umsätzen ankommt.
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