CSG Aktie: 17 Milliarden Auftragsbestand
Trotz Aufnahme in europäische Indizes fällt die CSG-Aktie weiter. Operativ starke Quartalszahlen stehen einem schwachen Börsenkurs gegenüber.

Kurz zusammengefasst
- Aufnahme in STOXX Europe 600 Indizes
- Aktie verliert 25 Prozent in 30 Tagen
- Umsatz steigt im ersten Quartal auf 1,54 Milliarden Euro
- Auftragsbestand wächst auf 17 Milliarden Euro
Die Czechoslovak Group (CSG) rückt in zwei europäische Aktienindizes auf. Eigentlich ist das ein Grund zur Freude für Aktionäre. Bei dem Rüstungskonzern verpufft die Nachricht völlig. Die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und schwachem Aktienkurs wächst weiter.
Neues Index-Kapitel
Seit Montag gehört das Papier zum STOXX Europe 600 Optimised Cyclicals. Parallel dazu nahm der Indexanbieter die Aktie in den Bereich Industrial Goods & Services auf. Das bringt dem Unternehmen mehr Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren.
Am Markt dominiert trotzdem der Verkaufsdruck. Die Aktie schloss am Montag bei 14,01 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen verlor der Titel rund 25 Prozent an Wert. Damit notiert das Papier nur knapp über dem bisherigen Tiefststand.
Harte Landung nach dem Börsengang
Der Rüstungshersteller feierte erst im Januar sein Börsendebüt in Amsterdam. Damals lag der Ausgabepreis bei 25 Euro. Heute ist der Kurs weit von diesem Niveau entfernt. Der Abstand zum bisherigen Rekordhoch beträgt mittlerweile über 60 Prozent.
Auch die charttechnische Lage bleibt angespannt. Der Kurs verharrt deutlich unter der 50-Tage-Linie von 17,41 Euro. Ein RSI-Wert von rund 34 signalisiert eine stark überverkaufte Situation. Die Schwankungsbreite der Aktie ist enorm hoch.
Volle Auftragsbücher
Operativ läuft es für CSG deutlich besser. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um knapp 14 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Der operative Gewinn kletterte auf 372 Millionen Euro. Die Nachfrage in den Kernmärkten bleibt hoch.
Kein Wunder. Die NATO-Staaten füllen ihre Bestände massiv auf. Das zeigt sich im Auftragsbestand. Dieser wuchs bis Ende März auf 17 Milliarden Euro an.
Das Management bestätigte daher die Jahresprognose. Der Konzern rechnet für das laufende Jahr mit Erlösen von bis zu 7,6 Milliarden Euro.
Die operative Entwicklung und der Aktienkurs driften spürbar auseinander. Am 7. August präsentiert CSG die Zahlen für das erste Halbjahr. Dann muss das Management beweisen, dass die hohen Margen im aktuellen Marktumfeld haltbar sind. Starke Ergebnisse könnten den Abwärtstrend bremsen.
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