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CSG Aktie: 30,85 Prozent Minus im Mai

Trotz Rekordaufträgen und Umsatzwachstum fällt die CSG-Aktie auf ein Jahrestief. Offene Übernahmen und EU-Finanzierungsfristen belasten den Kurs.

Andreas Sommer ·
CSG Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktienkurs auf Jahrestief gefallen
  • Umsatzsprung um 72 Prozent gemeldet
  • Hirtenberger-Übernahme noch nicht genehmigt
  • SAFE-Frist läuft Ende Mai aus

Bei Czechoslovak Group prallen zwei Bilder aufeinander: volle Auftragsbücher und ein Aktienkurs am Jahrestief. Der Rüstungskonzern wartet auf die Freigabe für den Einstieg bei Hirtenberger Defence Systems, während bei einem EU-Finanzierungsprogramm die Frist näher rückt. Genau diese Mischung macht die Lage heikel.

Am Mittwoch notierte die Aktie bei 15,60 Euro und verlor im Tagesverlauf 2,79 Prozent. Auf Monatssicht summiert sich das Minus auf 30,85 Prozent. Vom Hoch Ende Januar ist der Kurs inzwischen weit entfernt.

Kursrutsch trotz Wachstum

Der Bruch zur Börsenstory ist deutlich. Beim Debüt im Januar legten die Aktien zeitweise kräftig zu, der Börsengang brachte CSG 3,8 Milliarden Euro ein. Nun schrumpft die Marktkapitalisierung spürbar, obwohl das operative Geschäft weiter groß wirkt.

Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um fast 72 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand liegt bei 42 Milliarden Euro. Das ist kein kleines Polster, erklärt aber nicht automatisch, warum der Markt die Aktie derzeit so hart abstraft.

Das Management hält an der Prognose für das laufende Jahr fest. Der Umsatz soll zwischen 7,4 und 7,6 Milliarden Euro liegen. Bei der EBIT-Marge peilt CSG einen Bereich von 24 bis 25 Prozent an.

Hirtenberger wartet auf Freigabe

Ein kurzfristiger Punkt ist der geplante Erwerb einer 49-Prozent-Beteiligung an Hirtenberger Defence Systems. Verkäufer ist die ungarische 4iG-Gruppe. Für CSG wäre es der erste Schritt nach Österreich.

Strategisch passt der Zukauf ins Bild. Hirtenberger bringt Know-how bei Mörsersystemen, Munition, Optik, Unterstützungsausrüstung und digitaler Feuerleitung ein. Für CSG würde der Einstieg das Portfolio verbreitern und die Produktionsbasis in Europa stärken.

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Noch fehlt die regulatorische Freigabe. Solange sie aussteht, bleibt ein Teil der Wachstumsstory in der Warteschleife. Das dürfte spannend werden, weil der Markt derzeit wenig Geduld mit offenen Punkten zeigt.

SAFE-Frist setzt zusätzlich Druck

Ein weiterer Faktor ist das EU-Programm Security Action for Europe. Der slowakische Munitions-Rahmenvertrag hat ein maximales Volumen von 58 Milliarden Euro. Über SAFE wäre eine Finanzierung zu einem Zinssatz von 1 Prozent möglich.

Voraussetzung ist die Beteiligung von mindestens zwei EU-Staaten. Diese Ausnahmeregel läuft zum Monatsende aus. Bislang gibt es keinen klaren Partner: Rumänien dementierte Gespräche auf Ministerebene, Kroatien prüft eine Teilnahme.

CSG hat erklärt, der Vertrag hänge nicht von einem einzelnen EU-Finanzierungsmechanismus ab. Zugleich betonte der Konzern, es handle sich um einen Rahmenvertrag mit maximalem Potenzial, nicht um fest zugesagte Bestellungen.

Operativ kommen weiter Aufträge herein. CSG meldete zuletzt einen west­europäischen Auftrag über knapp 250 Millionen Euro für 155-mm-Artilleriemunition. Über Excalibur International kamen außerdem Luftverteidigungsaufträge aus Südostasien im Volumen von fast 2,5 Milliarden Dollar hinzu.

Am 20. Mai legt CSG die Zahlen zum ersten Quartal vor. Dann rücken vor allem Margen, Einmalkosten des Börsengangs und die Aussagen zu Hirtenberger sowie SAFE in den Blick. Neun Analysten raten weiterhin zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,40 Euro — der Markt verlangt nun aber belastbare Belege, dass die operative Stärke auch beim Gewinn ankommt.

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CSG Aktie

15,54 EUR

– 0,35 EUR -2,23 %
KGV 40,26
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 15,70 Mrd. EUR
ISIN: NL0015073TS8 WKN: A420X0

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