CSG Aktie: 49-Prozent-Stake bei Hirtenberger Defence
CSG legt erste Quartalszahlen seit Börsengang vor. Analysten sehen trotz massivem Kursverfall hohes Potenzial und raten zum Kauf.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsbericht am 20. Mai erwartet
- Aktie verliert über 50 Prozent seit Januar
- Leerverkäufer-Vorwürfe belasten Stimmung
- Expansion in Österreich und Polen geplant
Starke Fundamentaldaten, schwacher Aktienkurs – bei der tschechischen Rüstungsgruppe CSG klaffen Realität und Marktstimmung weit auseinander. Am Mittwoch legt das Unternehmen seine ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang im Januar vor. Der Bericht muss zeigen, ob die operativen Margen den finanziellen Aufwand des Debüts unbeschadet überstanden haben.
Leerverkäufer sorgen für Nervosität
Seit Anfang Mai lastet ein Bericht von Hunterbrook Media schwer auf dem Papier. Der Leerverkäufer warf CSG vor, alte Munitionsbestände lediglich aufzuarbeiten, statt neue zu produzieren. Das Management wies die Vorwürfe als inakkurat zurück. Die eigene Produktionskapazität lag im vergangenen Jahr bei rund 630.000 Schuss. Für das laufende Jahr bekräftigte der Vorstand das Ziel, diesen Wert um 20 Prozent zu steigern.
An der Börse hinterließen die Anschuldigungen tiefe Spuren. Mit einem Freitagsschlusskurs von 16,42 Euro notiert die Aktie gut 51 Prozent unter ihrem im Januar erreichten Hoch. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von knapp 73 Prozent spiegelt die extreme Nervosität der Anleger wider.
Operativ lief es zuletzt rund. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz auf 6,74 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Gewinnmarge erreichte 24,1 Prozent. Analysten bleiben unbeeindruckt vom Kursverfall. Der Konsens rät zum Kauf und sieht das durchschnittliche Kursziel bei 35,40 Euro.
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Fristen und strategische Zukäufe
Ende Mai läuft eine wichtige Frist für das EU-Finanzierungsprogramm „SAFE“ ab. Um Kredite zu einem Prozent Zinsen zu erhalten, müssen sich mindestens zwei Mitgliedsstaaten an einem Rahmenvertrag beteiligen. Bislang ist nur die Slowakei an Bord. Während Rumänien eine Teilnahme dementierte, prüft Kroatien die Option noch.
Parallel dazu treibt CSG die Expansion voran. Das Unternehmen kündigte den Erwerb von 49 Prozent am österreichischen Munitionsspezialisten Hirtenberger Defence Systems an. Eine weitreichende Kooperation mit der polnischen PGZ-Gruppe für die Entwicklung von Drohnenmotoren und Landplattformen flankiert diese Strategie.
Am 20. Mai müssen die Zahlen für das erste Quartal nun Klarheit schaffen. Neben der operativen Marge rücken die einmaligen Kosten des Börsengangs in den Fokus. Liefert das Management belastbare Daten zu Produktionsvolumen und Cashflow, könnte dies die Lücke zwischen Analystenerwartungen und aktuellem Kursniveau schließen.
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