CSG Aktie: 53 Prozent unter Jahreshoch trotz 72% Umsatzwachstum
Trotz Rekordumsatz und Milliarden-Auftragsbestand notiert die CSG-Aktie 53 Prozent unter dem Jahreshoch. Neue Kooperation mit türkischer FNSS.
Kurz zusammengefasst
- Neues Kampffahrzeug CFL-120 Karpat vorgestellt
- Umsatz 2025 um 72 Prozent gestiegen
- Auftragsbestand von 14 Milliarden Euro
- Aktie verliert über die Hälfte an Wert
Czechoslovak Group präsentiert mit dem CFL-120 Karpat ein neues Kampffahrzeug — entwickelt in Kooperation mit dem türkischen Rüstungsunternehmen FNSS. Die Ankündigung vom Dienstag unterstreicht den Expansionskurs des Konzerns im Bereich Landsysteme. Kein Wunder, dass Anleger genau hinschauen: Die Aktie notiert knapp 53 Prozent unter ihrem Jahreshoch.
Starkes Geschäft, schwacher Kurs
CSG ist in der europäischen Rüstungsbranche ein Schwergewicht. Der Konzern produziert mehr mittelgroße und großkalibrige Munition als jeder andere Hersteller in Europa. Bei kleinkalibrigen Munition führt CSG sogar die globale Rangliste an.
Die Zahlen für 2025 waren beeindruckend. Der Umsatz kletterte um fast 72 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg auf 872 Millionen Euro. Wesentlicher Treiber war die Integration von The Kinetic Group, die CSG 2024 übernommen hatte.
Der Auftragsbestand per Ende September 2025 lag bei rund 14 Milliarden Euro. Das gesamte Opportunitätsvolumen — also bestätigte und potenzielle Aufträge — erreichte etwa 32 Milliarden Euro. Diese Zahlen signalisieren eine hohe Planungssicherheit für die kommenden Jahre.
NATO-Ziele als Rückenwind
Der geopolitische Kontext begünstigt CSG strukturell. NATO-Mitglieder haben sich verpflichtet, bis 2035 mindestens 3,5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Kernverteidigungsausgaben bereitzustellen — gegenüber dem früheren Ziel von 2,0 Prozent. Das treibt die Nachfrage nach Munition und Landsystemen.
CSG geht davon aus, dass diese Nachfrage auch bei einer möglichen Entspannung in laufenden Konflikten nicht nachlässt. Die europäische Aufrüstung folge einem langfristigen Sicherheitskalkül, nicht kurzfristigen Ereignissen.
Für 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 7,4 und 7,6 Milliarden Euro. Die operative Marge soll bei 24 bis 25 Prozent liegen.
Kurs weit unter IPO-Niveau
An der Börse spiegeln sich diese Fundamentaldaten derzeit kaum wider. Die Aktie notiert bei rund 15,84 Euro und damit nur knapp über ihrem Mehrmonatstief. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 33,81 Euro im Januar hat der Kurs mehr als die Hälfte verloren. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 24 Euro — der aktuelle Kurs verfehlt ihn um gut ein Drittel.
Ob die Vorstellung des Karpat-Fahrzeugs und die soliden Wachstumsprognosen ausreichen, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, wird sich an den nächsten Quartalszahlen zeigen. Bis dahin bleibt die Lücke zwischen operativer Stärke und Börsenbewertung das bestimmende Thema für CSG-Aktionäre.
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