CSG Aktie: 64 Prozent unter Jahreshoch
CSG-Aktie verliert nach Kapazitätsvorwürfen massiv an Wert. Technische Indikatoren deuten auf eine mögliche Stabilisierung hin.

Kurz zusammengefasst
- Kurs nahe 64 Prozent unter Jahreshoch
- Hunterbrook erhebt Kapazitätsvorwürfe
- CEO Strnad weist Anschuldigungen zurück
- RSI signalisiert überverkaufte Lage
Vom Börsenstar zum Sanierungsfall in wenigen Monaten. Die CSG-Aktie notiert heute bei 13,07 Euro — knapp 64 Prozent unter dem Jahreshoch von 36,05 Euro, das der Rüstungs- und Industriekonzern noch im Januar 2026 erreicht hatte.
Vorwürfe erschüttern das Vertrauen
Auslöser des Kursverfalls sind Berichte des Analysehauses Hunterbrook. Die Rechercheure behaupten, CSG habe seine Fertigungskapazitäten übertrieben dargestellt. CEO Michal Strnad wies die Vorwürfe öffentlich zurück und verteidigte die Transparenz des Unternehmens.
Die Märkte zeigten sich wenig überzeugt. Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie rund 28 Prozent. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von fast 7 Prozent.
Technische Signale im Extrembereich
Das Ausmaß des Ausverkaufs spiegelt sich in den Kennzahlen. Der RSI liegt bei 33,5 — nahe an der klassischen Überverkauft-Schwelle. Die annualisierte Volatilität beträgt 56,74 Prozent. Der Kurs notiert rund 21 Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 16,53 Euro.
Noch im Januar 2026 hatte der Börsengang des Konzerns 3,8 Milliarden Euro eingebracht. Damals galt CSG als einer der vielversprechendsten Neuzugänge im europäischen Rüstungssektor.
Stabilisierung oder Zwischenerholung?
Das heutige Plus von 2,54 Prozent wirkt auf diesem Kursniveau eher wie eine technische Gegenbewegung. Das Jahrestief von 12,20 Euro, das erst am vergangenen Donnerstag markiert wurde, liegt nur knapp darunter.
Entscheidend wird sein, was CSG bei den nächsten Finanzmitteilungen zu Produktionslogistik und Auftragsbestand vorlegt. Konkrete Zahlen könnten die Debatte um die Kapazitätsvorwürfe entweder beenden — oder weiter anheizen.
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