CSG Aktie: 65 Prozent Absturz seit Januar
CSG-Aktie fällt auf neues Jahrestief, während ein Streit um Tatra-Anteile und eine verpuffte US-Expansion den Kurs belasten.

Kurz zusammengefasst
- Kurs erreicht neues Jahrestief
- Streit um Tatra-Anteile eskaliert
- US-Expansion zeigt keine Wirkung
- Charttechnisch droht weiterer Abverkauf
Neue US-Büros und gepanzerte Fahrzeuge auf Messen füllen die Pressemappen. An der Börse erlebt die CSG-Aktie derweil einen beispiellosen Absturz. Innerhalb eines halben Jahres hat sich der Wert des Rüstungskonzerns fast gedrittelt.
Am Freitag rutschte der Kurs auf ein neues Jahrestief von 12,20 Euro. Eine leichte Erholung zum Handelsende auf 12,75 Euro ändert wenig am desaströsen Gesamtbild. Auf Wochensicht steht ein Minus von fast elf Prozent.
Streit um Tatra-Anteile
Ein neuer Konflikt belastet die Stimmung zusätzlich. Tatra Trucks hat die EU-Kommission am Freitag um eine umfassende Wettbewerbsprüfung gebeten. STV INVEST will die Hälfte an Promet Tools übernehmen. Dieses Unternehmen hält wiederum 35 Prozent an Tatra. CSG unterstützt die Forderung nach einer genauen Prüfung.
Es geht um den Schutz sensibler Daten. Tatra baut militärische Fahrzeugplattformen. Das Management fürchtet um technisches Know-how und Produktionspläne. Die Folge: Unsicherheit über die künftigen Kontrollstrukturen.
US-Expansion verpufft
Operativ versucht der Konzern gegenzusteuern. CSG baut das US-Geschäft massiv aus. David Jacobs leitet ab sofort das neue Büro in Washington. Er soll Zukäufe in Nordamerika einfädeln und die Verbindungen zur US-Armee stärken. Ein konkretes Projekt läuft bereits in einer Munitionsfabrik in Iowa.
Auch auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris präsentierte sich CSG angriffslustig. Der Konzern enthüllte das neue Panzerfahrzeug Tadeas. Parallel dazu vereinbarte das Unternehmen eine Partnerschaft mit Ukrainian Armor. Gemeinsam wollen sie Triebwerke für ukrainische Raketen und Drohnen entwickeln.
Blick auf die Charttechnik
Die positiven Nachrichten verfehlen ihre Wirkung am Markt komplett. Die Aktie notiert rund 65 Prozent unter ihrem Jahreshoch aus dem Januar. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 16,70 Euro liegt in weiter Ferne. Fällt der Kurs in den kommenden Tagen nachhaltig unter die Marke von 12,20 Euro, droht der nächste Abverkauf.
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