CSG Aktie: Deutsche Bank senkt Ziel auf 25 Euro
Trotz gesenktem Kursziel auf 25 Euro bestätigt die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung für CSG. Der Rüstungskonzern profitiert von einem vollen Auftragsbuch und neuen NATO-Aufträgen.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel von 30 auf 25 Euro gesenkt
- Kaufempfehlung bleibt bestehen
- Starker Auftragseingang von 3 Milliarden Euro erwartet
- CSG in niederländischen AMX-Index aufgenommen
An der Kaufempfehlung für die Rüstungsaktie hält das Institut jedoch fest. Analyst Sriram Krishnan begründet seine Einschätzung mit robusten operativen Erwartungen für das zweite Quartal, die trotz der Zielsenkung Substanz liefern.
Deutsche Bank erwartet starken Auftragseingang
Krishnan rechnet für das zweite Quartal mit einem Auftragseingang von rund 3 Milliarden Euro. Darin enthalten ist ein Luftverteidigungsauftrag im Volumen von 2,2 Milliarden Euro. Das Orderbuch des Unternehmens liegt nach seiner Einschätzung bereits über 18 Milliarden Euro – ein Polster, das CSG mittelfristig Planungssicherheit verschafft. Für das erste Halbjahr geht der Analyst von einem Umsatz von 3,1 Milliarden Euro aus, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBIT taxiert er auf 765 Millionen Euro, was einer Marge von 24,6 Prozent entspräche. Die Halbjahreszahlen selbst will CSG am 7. August 2026 vorlegen – dieser Termin dürfte zum nächsten wichtigen Prüfstein für die Aktie werden.
Neue Aufträge und Aufnahme in den AMX
Der optimistische Ausblick der Deutsche Bank fällt in eine Phase, in der CSG operativ mehrere Fortschritte verbuchen konnte. Anfang Juni sicherte sich das Unternehmen Aufträge über Munitionszünder von zwei NATO-Staaten im Wert von mehreren zehn Millionen Euro. Kurz darauf öffnete CSG seine Peak-Alloy-Technologie für die US-Armee – ein Schritt, der die Position im US-Verteidigungsgeschäft stärken soll. Anfang Juni wurde CSG zudem in den niederländischen AMX-Index aufgenommen, was der Aktie zusätzliche Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren verschaffen dürfte.
Kurs erholt sich, bleibt aber weit unter altem Hoch
Am Markt kam die Kombination aus Auftragsdynamik und bestätigter Kaufempfehlung gut an. Zum Handelsschluss am Freitag stand CSG bei 14,39 Euro, ein Plus von 4,44 Prozent auf Tagessicht. Die Erholung ändert jedoch wenig am Bild der vergangenen Monate: Zum 52-Wochen-Hoch von 36,05 Euro, das die Aktie noch im Januar erreicht hatte, beträgt der Abstand weiterhin rund 60 Prozent. Gleichzeitig liegt der aktuelle Kurs knapp 18 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 12,20 Euro, das erst im Juni markiert wurde. Die Aktie bewegt sich damit in einer Zone, die einerseits eine gewisse Stabilisierung von den Tiefstständen signalisiert, andererseits aber noch weit von früheren Bewertungsniveaus entfernt bleibt.
Für Anleger dürfte die Gemengelage aus gesenktem Kursziel, bestätigter Kaufempfehlung und wachsendem Orderbuch zunächst gemischte Signale senden. Die Deutsche Bank sieht trotz der Zielkorrektur weiterhin Aufwärtspotenzial, stützt sich dabei aber auf ein Umsatz- und Margenwachstum, das erst mit den Zahlen am 7. August bestätigt werden muss. Bis dahin bleibt die Auftragslage – gespeist aus NATO-Bestellungen, dem US-Armee-Zugang für die Peak-Alloy-Technologie und dem prall gefüllten Orderbuch – der wichtigste Anker für die Bewertung der Aktie.
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