CSG: Allzeitief von 18,45 EUR
Nach Kritik an Rahmenverträgen fällt die CSG-Aktie auf ein neues Rekordtief. Anleger warten gespannt auf die Quartalszahlen im Mai.

Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs erreicht neues Rekordtief
- Zweifel an Milliarden-Rahmenverträgen
- Management schweigt vor Quartalszahlen
- Börsenwert auf 18,45 Milliarden Euro gefallen
Beim Börsengang im Januar feierten Anleger die Czechoslovak Group (CSG) noch. Vier Monate später stürzt der Kurs ab. Investigative Berichte wecken Zweifel am gigantischen Auftragsbestand des Rüstungskonzerns.
Zweifel an den Milliardenverträgen
Im Zentrum der Kritik stehen Rahmenverträge mit dem slowakischen Verteidigungsministerium. Diese Vereinbarungen umfassen angeblich ein Volumen von über 60 Milliarden Euro. Sie bildeten das Fundament für die hohe Bewertung beim Amsterdamer Börsengang.
Journalisten und Analysten hinterfragen nun die tatsächliche Produktionskapazität von CSG. Sie bezweifeln, dass der Konzern diese Aufträge fristgerecht abarbeiten kann. Kritiker vermuten, das Management habe die Erwartungen vor dem IPO künstlich aufgebläht.
Talfahrt an der Börse
Die Unsicherheit drückt massiv auf den Aktienkurs. Am Mittwoch markierte das Papier mit 18,45 Euro ein neues Rekordtief. Damit fiel der Börsenwert der Prager Industriegruppe auf 18,45 Milliarden Euro.
Heute erholt sich der Kurs leicht auf 18,68 Euro. Die kurzfristige Tendenz bleibt allerdings negativ. Auf Monatssicht verzeichnet die Aktie einen Verlust von rund 21 Prozent. Damit notiert das Papier weit unter dem Januar-Ausgabepreis.
Warten auf Quartalszahlen
Das Management äußert sich derzeit nicht zu den Vorwürfen. CSG befindet sich in einer vorgeschriebenen Ruhephase vor den nächsten Quartalszahlen. Führungskräfte dürfen den Markt aktuell nicht durch öffentliche Aussagen beeinflussen.
Die Folge: hohe Volatilität. Investoren bewerten die Ausführungsrisiken und die Unternehmensführung völlig neu.
Am 20. Mai präsentiert die Gruppe ihre Ergebnisse für das Auftaktquartal. Dann fordern Anleger Klarheit über das organische Umsatzwachstum. Auch die Jahresprognose steht auf dem Prüfstand. Bislang peilt CSG Erlöse von bis zu 7,6 Milliarden Euro an.
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