Der Börsenhandel des Tübinger mRNA-Pioniers ist Geschichte. Nach der vollständigen Übernahme durch den Mainzer Konkurrenten BioNTech wurde die Notierung an der Nasdaq offiziell eingestellt. Damit endet der eigenständige Weg eines der bekanntesten deutschen Biotech-Namen – doch was geschieht nun mit der Technologie und den Standorten?
Der Weg zum Delisting
BioNTech hat die Transaktion zügig abgeschlossen. Das Umtauschangebot endete am 18. Dezember 2025, wobei sich die Mainzer rund 86,75 Prozent der ausstehenden CureVac-Papiere sicherten. Das Gesamtvolumen des Deals belief sich auf rund 1,25 Milliarden US-Dollar, was einer Bewertung von 5,46 US-Dollar pro CureVac-Aktie zum Zeitpunkt der Ankündigung entsprach. Das festgelegte Tauschverhältnis betrug 0,05363 BioNTech-ADRs für jeden CureVac-Anteil.
Die formale Abwicklung folgte im Januar. Am 6. Januar 2026 wurde die Reorganisation vollzogen, wodurch BioNTech zum alleinigen Eigentümer des operativen Geschäfts wurde. Der offizielle Rückzug von der Nasdaq (Delisting) trat schließlich am 16. Januar 2026 in Kraft. Minderheitsaktionäre, die das ursprüngliche Angebot nicht annahmen, wurden im Rahmen eines Squeeze-out-Verfahrens zu identischen Konditionen abgefunden. Hierbei kam jedoch eine effektive niederländische Quellensteuer von 3,01 Prozent zum Tragen.
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Strategische Neuaufstellung
Für BioNTech dient die Übernahme primär der Stärkung der eigenen Technologieplattform. Laut Unternehmensangaben fließen die Tübinger Ressourcen in drei Kernbereiche: mRNA-Design, Formulierungsstrategien und Produktionskapazitäten. Dies soll insbesondere die Onkologie-Pipeline der Mainzer vorantreiben, darunter Kandidaten für mRNA-basierte Krebsimmuntherapien sowie den gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelten Antikörper BNT327.
Die organisatorischen Konsequenzen waren unmittelbar: Der Vorstand der CureVac SE trat geschlossen zurück und wurde durch Führungskräfte von BioNTech ersetzt. Während die operativen Prozesse zur Sicherung der Geschäftskontinuität vorerst bestehen bleiben, laufen im Hintergrund die Analysen zur endgültigen Integration.
Konkrete Details zum weiteren Fahrplan erwarten Marktbeobachter Ende Februar 2026. Dann wird BioNTech im Rahmen der Vorstellung der Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 voraussichtlich über den Fortschritt der Integration und die genaue Zukunft der Tübinger Standorte informieren. Anleger, die an der Technologie partizipieren wollen, müssen ihren Blick nun vollständig auf die Entwicklung der BioNTech-Aktie richten.
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