CureVac Aktie: Übernahme-Poker mit BioNTech
CureVac hängt von der BioNTech-Übernahme ab, während die operativen Zahlen einbrechen. Der Deal bleibt ungewiss, könnte aber die Krebsimmuntherapie stärken.

Kurz zusammengefasst
- BioNTech plant Übernahme von CureVac
- Operative Schwäche bei CureVac
- Markt spekuliert auf Deal-Abschluss
- BioNTech mit soliden Finanzmitteln
CureVac steht vor der wohl wichtigsten Entscheidung der Unternehmensgeschichte – doch die Kontrolle liegt nicht mehr in den eigenen händen. Während die operativen Zahlen des mRNA-Spezialisten dramatisch einbrechen, hält eine einzige Hoffnung die Aktie über Wasser: die geplante Übernahme durch Konkurrent BioNTech. Doch wie sicher ist der Deal wirklich?
Übernahme noch nicht unter Dach und Fach
BioNTechs aktuelle Quartalszahlen vom 4. August haben erneut bestätigt: Die im Juni angekündigte Aktienübernahme von CureVac läuft noch immer. Das Unternehmen bezeichnet die Transaktion als "ongoing" und erwartet einen Abschluss "in 2025" – konkretere Details bleiben jedoch ausständig.
Für BioNTech ist die Übernahme ein strategischer Schachzug. Mit der Integration von CureVac will der mRNA-Pionier seine Kapazitäten in der Krebsimmuntherapie massiv ausbauen und den Schwenk von der Corona-Impfung hin zur Onkologie vorantreiben.
Markt setzt alles auf eine Karte
Die Märkte haben ihr Urteil über CureVac als eigenständiges Unternehmen bereits gefällt: vernichtend. Trotz dramatisch eingebrochener Umsätze hält sich die Aktie erstaunlich stabil – getragen ausschließlich von der Übernahme-Fantasie.
Diese Konstellation birgt Sprengstoff. Sollte der Deal wider Erwarten platzen oder sich verzögern, dürfte eine brutale Neubewertung folgen. Die operative Schwäche des Unternehmens würde dann gnadenlos durchschlagen.
BioNTech selbst berichtete für das zweite Quartal 2025 einen Nettoverlust von 386,6 Millionen Euro, verfügt aber über eine solide Liquidität von 16 Milliarden Euro – genug, um die Übernahme zu stemmen.
Für CureVac-Aktionäre bleibt nur das Warten auf den Vollzug. Die Bewertung hängt komplett am seidenen Faden der BioNTech-Übernahme.
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