D-Wave: 227-Faches Multiple bei 2,9 Millionen Umsatz
US-Regierung beteiligt sich mit 100 Mio. Dollar an D-Wave. Trotz Kurssprung bleiben fundamentale Risiken und hohe Short-Quote bestehen.

Kurz zusammengefasst
- Staatliche Finanzspritze von 100 Millionen Dollar
- Aktie legt um über 40 Prozent zu
- Umsatz bricht um 81 Prozent ein
- Hohe Short-Quote von 16 Prozent
Das US-Handelsministerium sichert D-Wave Quantum 100 Millionen Dollar zu. Die Aktie schießt daraufhin um mehr als 40 Prozent nach oben. Doch der Teufel steckt im Detail: Der Kursrückgang der letzten Monate bleibt spürbar, und die fundamentale Lage des Unternehmens ist angespannt.
Am Freitag schloss die Aktie bei 25,04 Euro – ein Tagesplus von 13,1 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich das Plus auf knapp 43 Prozent. Trotz des Sprungs liegt der Kurs noch 35 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,48 Euro.
100 Millionen vom Staat – eine Minderheitsbeteiligung
Die Finanzierung kommt im Rahmen des CHIPS Act. Das Programm umfasst 2,013 Milliarden Dollar zur Sicherung der heimischen Quanten-Lieferkette. Die Regierung erhält im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung.
Die Emission erfolgt über drei Jahre. D-Wave steht damit nicht allein: Auch Rigetti und GlobalFoundries gehören zu den auserwählten Unternehmen. Das Weiße Haus setzt auf einen breiten „Portfolio-Ansatz“ über verschiedene Hardware-Architekturen hinweg.
Shortseller wittern ihre Chance
Doch die Euphorie hat eine Kehrseite: Der Short-Interest-Anteil liegt bei 16 Prozent. Viele Anleger wetten gegen den Kurs – und das hat handfeste Gründe.
Die Quartalszahlen für Q1 2026 sind schwach. Der Umsatz brach auf 2,9 Millionen Dollar ein – ein Minus von 81 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Parallel stieg der Nettoverlust auf 18,4 Millionen Dollar. Die Marktkapitalisierung erreichte nachbörslich 9,54 Milliarden Dollar. Das entspricht dem 227-Fachen der erwarteten Jahresumsätze von 42 Millionen Dollar.
Ein riskantes Bewertungsniveau. Manche Analysten sehen einen fairen Wert von 38,54 Dollar – das wäre ein potenzielles Plus von 31 Prozent. Die Frage ist nur, ob die Wachstumsziele halten.
Ausblick auf eine entscheidende Woche
D-Wave rechnet mit einer drastischen Erholung: Bis 2028 soll der Umsatz auf 122,5 Millionen Dollar steigen, der Gewinn auf 15,2 Millionen Dollar. Dahinter steht eine jährliche Wachstumsrate von 72 Prozent.
Ab Montag wird sich zeigen, ob der Kurs den Gegenwind aus 16 Prozent Short-Interest und der bevorstehenden Verwässerung durch die staatliche Beteiligung standhält. Die Anleger beobachten zudem, ob die gesamte Quantenbranche vom CHIPS-Programm profitiert – oder ob das Geld in unterschiedliche Architekturen fließt. IonQ etwa blieb außen vor, obwohl die Aktie in der vergangenen Woche um 22 Prozent zulegte.
Eine Sache ist klar: Die staatliche Unterstützung verleiht D-Wave Rückenwind. Ob sie für eine nachhaltige Erholung reicht, entscheidet sich an den Fundamentaldaten.
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