D-Wave: 33,4 Millionen Buchungen im Q1
Staatliche Milliardenförderung und Rekord-Buchungen treiben D-Wave Quantum an. Die Aktie steigt deutlich, trotz Umsatzrückgang und Verwässerungseffekten.

Kurz zusammengefasst
- Bundesvertrag über 100 Millionen Dollar
- Rekord-Buchungen von 33,4 Millionen Dollar
- Umsatzrückgang um 81 Prozent
- Investorentag am 1. Juni geplant
Ein 100-Millionen-Dollar-Absichtserklärung mit dem US-Handelsministerium hat D-Wave Quantum in eine neue Dimension katapultiert. Die Aktie legte am Freitag um mehr als 13 Prozent zu — und steht damit innerhalb einer Woche rund 43 Prozent höher.
Staatliche Beteiligung als Rückenwind
Der Absichtserklärung liegt der CHIPS and Science Act zugrunde. Die US-Regierung plant, im Gegenzug für das Kapital eine Minderheitsbeteiligung an D-Wave zu erwerben. Das Geld soll den Ausbau von Forschungseinrichtungen sowie die Fertigung von Quantensystemen beschleunigen — sowohl im Annealing- als auch im Gate-Modell-Bereich.
Das Abkommen ist Teil eines breiteren Bundesprogramms. Insgesamt fließen rund zwei Milliarden Dollar als Förderung an neun Quantencomputing-Unternehmen. Für D-Wave bedeutet die staatliche Beteiligung eine hochrangige Bestätigung der Technologie. Kein Wunder, dass Anleger positiv reagierten.
Einen Haken gibt es allerdings: Die Ausgabe neuer Aktien an den Staat verwässert bestehende Anteilseigner. Der Kurs schloss in den USA zuletzt bei 29,07 Dollar — in Deutschland notiert die Aktie bei 25,04 Euro, rund 57 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
Rekord-Buchungen, schwacher Umsatz
Das erste Quartal 2026 lieferte ein gespaltenes Bild. Der Umsatz brach auf 2,86 Millionen Dollar ein — ein Rückgang von 81 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Grund: Im ersten Quartal 2025 hatte ein einmaliger Systemverkauf über 12,6 Millionen Dollar die Zahlen aufgebläht.
Auf der anderen Seite stehen Rekord-Buchungen von 33,4 Millionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg von fast 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Treiber waren ein 20-Millionen-Dollar-Systemkauf der Florida Atlantic University sowie ein zweijähriger Cloud-Vertrag über 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Konzern.
Der Nettoverlust weitete sich auf 18,36 Millionen Dollar aus. Die Liquidität bleibt dennoch komfortabel: D-Wave verfügt über Barmittel und handelbare Wertpapiere von 588,4 Millionen Dollar — ein Plus von 93 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Insider-Verkauf und Investorentag
Kurz vor dem Kursanstieg verkaufte Diane Nguyen, Rechtschefin des Unternehmens, am 21. Mai planmäßig 40.000 Aktien zu durchschnittlich 25,01 Dollar. Die Transaktion lief über einen vorab festgelegten Handelsplan. Nguyen hält danach noch rund 517.000 Aktien.
Die nächsten Wochen bieten mehrere Gelegenheiten, das Bild zu schärfen. Am 28. Mai tritt D-Wave auf der TD-Cowen-Technologiekonferenz in New York auf. Am 1. Juni folgt der erste Investorentag des Unternehmens an der New Yorker Börse — unter dem Motto „The D-Wave Difference“ mit Fokus auf Produktstrategie und Wachstumsplänen. Mitte Juni veranstaltet D-Wave in London die Nutzerkonferenz „Qubits Europe 2026″. Spätestens dann dürfte sich zeigen, ob die Buchungsrekorde in echte Umsätze münden.
D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 24. Mai liefert die Antwort:
Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...