D-Wave: 33,4 Mio. Buchungen, 2,86 Mio. Umsatz

D-Wave verzeichnet Rekordbuchungen, kämpft aber mit rückläufigen Umsätzen. Anleger warten gespannt auf die Umwandlung von Aufträgen in Erlöse.

Dr. Robert Sasse ·
D-Wave Quantum Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Rekordbuchungen von 33,4 Millionen Dollar
  • Umsatz fällt auf 2,86 Millionen Dollar
  • Nettoverlust weitet sich aus
  • Management trifft Investoren in den kommenden Tagen

D-Wave Quantum geht in eine heikle Woche. Nach den Quartalszahlen steht nicht der Hype um Quantencomputer im Mittelpunkt, sondern die Lücke zwischen starken Buchungen und schwachem Umsatz. Das Management muss nun erklären, wann aus Aufträgen belastbare Erlöse werden.

Am Freitag schloss die Aktie bei 17,48 Euro, ein Minus von 7,29 Prozent; seit Jahresbeginn liegt sie 27,18 Prozent hinten. Vom Jahreshoch ist der Kurs mehr als die Hälfte entfernt, während ein RSI von 34,9 eine bereits angeschlagene technische Lage signalisiert.

Buchungen stark, Umsatz schwach

Die jüngsten Zahlen liefern den Kernkonflikt. D-Wave meldete im ersten Quartal einen Umsatz von 2,86 Millionen Dollar nach 15,00 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Nettoverlust weitete sich auf 18,36 Millionen Dollar aus.

Das Problem ist nicht fehlendes Interesse. Es ist die Umsetzung. Der Markt will sehen, ob große Einzelabschlüsse zu wiederkehrenden Erlösen führen.

Die Buchungen erreichten einen Rekordwert von 33,40 Millionen Dollar. Dazu trugen vor allem ein Systemverkauf über 20,00 Millionen Dollar und eine zweijährige Unternehmensvereinbarung über 10,00 Millionen Dollar bei. Genau dort liegt die Messlatte für die nächsten Monate.

Die Bilanz wirkt dabei nicht angespannt. Barmittel und marktfähige Wertpapiere lagen Ende März bei 588,4 Millionen Dollar. Das verschafft Zeit, ändert aber nichts am Druck, aus Ausgaben künftig operative Hebel zu machen.

Management trifft Investoren

In den kommenden Tagen steht D-Wave mehrfach vor institutionellen Investoren. Auf die Technologiekonferenz von J.P. Morgan am 20. Mai folgt am 21. Mai ein virtuelles Quantum-Symposium von Canaccord. Am 28. Mai geht es bei TD Cowen in New York weiter.

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Diese Termine kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt. Nach dem Kursrutsch dürften Fragen zur Umwandlung des Auftragsbestands, zum Tempo im Quantum-Computing-as-a-Service-Geschäft und zu den steigenden Kosten im Vordergrund stehen. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

Technisch bleibt das Bild gemischt. Die Aktie liegt zwar über ihrer kurzfristigen Durchschnittslinie, notiert aber weiterhin unter der viel beachteten langfristigen Marke. Die hohe Volatilität passt zu einem Titel, der stark von Nachrichten und Erwartungen lebt.

Sektor bekommt neuen Vergleichswert

Auch der Quantencomputing-Sektor selbst liefert Stoff. Honeywell hat für die mehrheitlich kontrollierte Tochter Quantinuum einen geplanten Börsengang angestoßen. Die Konditionen sind noch offen, ebenso bleibt der Abschluss von Marktumfeld und SEC-Prüfung abhängig.

Ein erfolgreicher Schritt könnte neues institutionelles Interesse in den Sektor ziehen. Indes würde mit Quantinuum auch ein finanzstarker Wettbewerber stärker in den öffentlichen Vergleich rücken. Für D-Wave ist das Chance und Belastung zugleich.

Analysten reagierten nach den Zahlen verhalten, aber nicht grundsätzlich negativ. Mizuho senkte das Kursziel auf 29 Dollar nach zuvor 31 Dollar und blieb positiv. Canaccord reduzierte auf 41 Dollar von 43 Dollar, während Jefferies bei Kaufen und 45 Dollar blieb.

Am 1. Juni folgt der erste Investor Day an der New York Stock Exchange; am 18. Juni steht in London die Nutzerkonferenz Qubits Europe an. Bis dahin dreht sich die Bewertung vor allem um einen Punkt: D-Wave muss zeigen, dass Rekordbuchungen nicht nur Schlagzeilen liefern, sondern planbare Umsätze nach sich ziehen.

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D-Wave Quantum Aktie

20,35 USD

– 1,78 USD -8,04 %
KGV 0,00
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 7,54 Mrd. USD
ISIN: US26740W1099 WKN: A3DSV9

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