D-Wave: 42 Millionen RPO bei 81-Prozent-Umsatzfall
D-Wave Quantum verzeichnet historisch hohe Auftragseingänge, während der Quartalsumsatz einbricht. Die liquiden Mittel sichern die Entwicklung bis 2030.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz bricht um 81 Prozent ein
- Auftragsbestand steigt auf Rekordniveau
- Liquide Mittel von 588 Millionen Dollar
- Integration von Quantum Circuits abgeschlossen
Starke Nachfrage, schwache Kurse – bei D-Wave Quantum klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Das Unternehmen meldet für das erste Quartal 2026 einen massiven Einbruch der laufenden Erlöse. Parallel dazu explodiert der Auftragsbestand auf ein historisches Hoch.
Einbruch beim Quartalsumsatz
Die jüngsten Zahlen schickten die Aktie auf Talfahrt. Am Freitag schlossen die Papiere bei 17,48 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf über 27 Prozent.
Auslöser der Verkäufe war der Finanzbericht zum ersten Quartal. D-Wave erwirtschaftete lediglich 2,9 Millionen US-Dollar Umsatz. Das entspricht einem Rückgang von 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Management begründet diese Lücke mit einem Basiseffekt. Im Vorjahresquartal hatte ein einzelner großer Hardware-Verkauf die Bilanz stark nach oben verzerrt.
Volle Auftragsbücher
Ein genauerer Blick auf die künftigen Einnahmen zeichnet ein anderes Bild. Das Unternehmen sicherte sich im abgelaufenen Jahresviertel neue Verträge im Wert von 33,4 Millionen US-Dollar. Das Auftragsvolumen verzwanzigfachte sich damit nahezu im Jahresvergleich. Zu den Treibern zählten ein Systemverkauf an die Florida Atlantic University sowie ein Cloud-Abkommen mit einem Großkonzern.
Diese Abschlüsse füllen die Pipeline. Die noch nicht verbuchten Leistungsverpflichtungen (RPO) stiegen auf über 42 Millionen US-Dollar. Operativ stützt sich der Entwickler auf ein komfortables Polster. Mit liquiden Mitteln von knapp 588 Millionen US-Dollar ist die technische Weiterentwicklung bis zum Ende des Jahrzehnts durchfinanziert.
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Blick auf die Roadmap
Strategisch setzt D-Wave nun auf einen zweigleisigen Ansatz. Die Integration von Quantum Circuits ist abgeschlossen. Damit kombiniert das Unternehmen seine etablierte Quanten-Annealing-Technologie mit der Entwicklung von gatterbasierten Quantencomputern.
Für die kommenden Jahre hat das Management klare technische Meilensteine definiert:
* 2028: 175 physische Qubits
* 2030: 10 logische Qubits
* 2032: 100 logische Qubits
Am 1. Juni 2026 lädt D-Wave zum Investorentag. Dort wird das Management detaillierte Zeitpläne für die Systembereitstellung vorlegen. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Vorstand den Abschluss von mindestens zwei weiteren großen Systemverkäufen.
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