D-Wave: 550 Millionen für Quantum Circuits
D-Wave Quantum erwartet deutlichen Umsatzrückgang im ersten Quartal, setzt aber nach 550-Millionen-Übernahme auf massives Jahreswachstum.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzprognose von 4,2 Millionen Dollar
- Strategiewechsel durch Quantum Circuits Inc.
- Liquidität von 884 Millionen Dollar
- Kursziel der Analysten bei 37 Dollar
D-Wave Quantum legt am Dienstag die Bücher für das erste Quartal offen. Die Erwartungen an die nackten Zahlen sind gedämpft. Der Umsatz dürfte deutlich einbrechen. Dennoch blicken Investoren gebannt auf den Konzern. Der Grund ist ein radikaler Strategiewechsel.
Analysten rechnen für das abgelaufene Jahresviertel mit einem Umsatz von rund 4,2 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel dazu erwarten Experten einen Verlust je Aktie von knapp acht Cent.
Für das Gesamtjahr 2026 zeigt der Trend jedoch steil nach oben. Der Vorstand peilt eine massive Ausweitung des Geschäfts an. Der Jahresumsatz soll auf über 44 Millionen US-Dollar klettern. Auch der operative Verlust soll spürbar schrumpfen.
Zwei Welten unter einem Dach
Der Optimismus speist sich aus der jüngsten Übernahme von Quantum Circuits Inc. D-Wave zahlte 550 Millionen US-Dollar für den Konkurrenten. Damit bietet das Unternehmen nun zwei verschiedene Quanten-Technologien an. Kunden erhalten Zugang zu speziellem Quanten-Annealing und universellen Gatter-Modellen.
Die Kassen sind prall gefüllt. Nach der Fusion verfügt D-Wave über liquide Mittel von rund 884 Millionen US-Dollar. Dieses Kapital sichert die Weiterentwicklung der hauseigenen Cloud-Plattform ab.
Hohe Bewertung, große Ziele
An der Börse sorgt der Umbau für extreme Schwankungen. Allein im vergangenen Monat schoss der Aktienkurs um 60 Prozent nach oben. Auf Jahressicht steht allerdings noch ein Minus von knapp 22 Prozent auf der Kurstafel. Aktuell bewertet der Markt das Unternehmen mit 8,4 Milliarden US-Dollar.
Kurz gesagt: Die Aktie ist teuer. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis übertrifft den Branchendurchschnitt deutlich. Viele Analysten sehen dennoch Luft nach oben. Das mittlere Kursziel der Experten liegt bei knapp 37 US-Dollar. Das entspräche einem massiven Kurspotenzial.
Operativ sammelt D-Wave derweil wichtige Aufträge ein. Das Unternehmen betreut inzwischen über 135 Firmenkunden. Darunter fallen kürzlich geschlossene Millionenverträge mit einem Fortune-100-Konzern und der Florida Atlantic University.
Die Konkurrenz schläft nicht. Rivale Rigetti Computing präsentiert bereits am heutigen Montag seine Quartalszahlen. D-Wave muss am Dienstag nachziehen. Das Management muss belegen, dass der teure Zukauf erste kommerzielle Früchte trägt. Ein schwacher Ausblick könnte die jüngste Kursrallye sofort stoppen.
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