D-Wave: 81-Prozent-Umsatzeinbruch trotz 2.000-Prozent-Buchungssprung
D-Wave Quantum verzeichnet einen Auftragszuwachs von fast 2000 Prozent, während die Umsätze drastisch sinken. Anleger reagieren gelassen.
Kurz zusammengefasst
- Auftragseingang steigt auf 33,4 Millionen Dollar
- Umsatz fällt um 81 Prozent auf 2,9 Millionen
- Nettoverlust von rund 18 Millionen Dollar
- Aktie legt um zwei Prozent auf 19,45 Euro zu
Volle Auftragsbücher, aber kaum Umsatz— bei D-Wave Quantum klaffen Zukunft und Gegenwart weit auseinander. Der Pionier für Quantencomputing meldet für das erste Quartal 2026 eine regelrechte Auftragsexplosion. Die neu abgeschlossenen Buchungen sprangen auf 33,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von fast 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der tatsächliche Erlös schrumpfte indes um 81 Prozent auf bescheidene 2,9 Millionen Dollar. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von rund 18 Millionen Dollar. Das Minus je Aktie fiel damit geringer aus als von Analysten befürchtet.
An der Börse reagierten Anleger am Mittwoch entspannt. Die Aktie kletterte um gut zwei Prozent auf 19,45 Euro. Auf Monatssicht steht ein satter Gewinn von rund 56 Prozent auf der Kurstafel, auch wenn das Papier noch weit unter seinem 52-Wochen-Hoch notiert.
Großaufträge prägen das Geschäft
Der drastische Umsatzrückgang hat einen simplen Grund. Im Vorjahresquartal verbuchte D-Wave den Verkauf eines großen Annealing-Quantencomputers. Solche Hardware-Deals sorgen in der Branche traditionell für stark schwankende Bilanzen. Aktuell füllen zwei neue Großprojekte die Pipeline. Die Florida Atlantic University bestellte ein System für 20 Millionen Dollar. Hinzu kommt ein zweijähriger Cloud-Vertrag mit einem Fortune-100-Unternehmen.
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Parallel dazu baut das Management die Technologiebasis aus. D-Wave übernahm im abgelaufenen Quartal das Startup Quantum Circuits. Der Zukauf soll die Entwicklung fehlerkorrigierter Gate-Modell-Quantencomputer beschleunigen. Das kanadische Unternehmen positioniert sich damit als einziger kommerzieller Anbieter, der beide gängigen Quanten-Architekturen unter einem Dach vereint.
Volle Kassen für den langen Atem
Für die teure Forschung ist D-Wave finanziell gerüstet. Die Barreserven und kurzfristigen Anlagen wuchsen auf 588 Millionen Dollar an. Laut Vorstand reicht diese Liquidität aus, um den Weg in die Profitabilität vollständig zu finanzieren. Die operativen Ausgaben beliefen sich zuletzt auf 56,5 Millionen Dollar.
Der Blick richtet sich nun auf die technologische Umsetzung. Bis 2032 will D-Wave Systeme mit etwa 100 logischen Qubits entwickeln. Das Erreichen dieser Schwelle gilt als Voraussetzung für den ersten echten kommerziellen Nutzen der Technologie in der Breite.
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