D-Wave: Bookings explodieren um 1.994 Prozent
D-Wave Quantum erhält 100 Mio. USD Förderzusage vom US-Handelsministerium. Die Aktie legt kräftig zu, doch die Kapitalerhöhung verwässert bestehende Anteile.
Kurz zusammengefasst
- 100 Mio. USD Förderung aus Washington
- Aktie steigt um über 13 Prozent
- Rekord bei Auftragseingängen von 33,4 Mio. USD
- Umsatz bricht um 81 Prozent ein
D-Wave Quantum bekommt Rückenwind aus Washington — und die Börse reagiert sofort. Der Quantencomputing-Spezialist hat eine Absichtserklärung über ein geplantes Förderpaket der US-Regierung gemeldet. Das befeuert die Fantasie rund um die Technologie, bringt aber auch einen klaren Nachteil mit: Verwässerung.
Am Freitag schloss die Aktie bei 25,04 Euro und gewann 13,10 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Plus von 42,96 Prozent. Kein Wunder, dass der Titel nach Monaten hoher Schwankungen wieder deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Regierungsgeld mit Verwässerung
D-Wave unterzeichnete am 21. Mai eine Absichtserklärung mit dem US-Handelsministerium über geplante Mittel von 100 Millionen US-Dollar aus dem CHIPS and Science Act. Nach Abschluss der Förderunterlagen soll das Unternehmen Stammaktien im gleichen Volumen an das Ministerium ausgeben. Damit käme frisches Kapital ins Haus, bestehende Aktionäre würden aber anteilig verwässert.
Strategisch ist das Signal wichtig. Die Mittel sollen die Entwicklung und Skalierung von D-Waves supraleitenden Annealing-Systemen sowie Gate-Model-Quantencomputern beschleunigen. Unterstützt werden sollen die geplante Forschungs- und Entwicklungsanlage in Boca Raton sowie bestehende Zentren in Connecticut und British Columbia.
Für den Markt zählt dabei nicht nur der Betrag. Eine staatliche Förderung in diesem Bereich wird als politischer Vertrauensbeweis gelesen. Gerade bei Quantencomputing, wo kommerzielle Durchbrüche oft länger dauern als Börsenfantasie, kann ein solcher Anker die Wahrnehmung spürbar verändern.
Zahlen mit zwei Gesichtern
Die Fördermeldung kam kurz nach den Quartalszahlen. Beim Ergebnis je Aktie fiel der Verlust mit 0,05 US-Dollar geringer aus als die erwarteten 0,08 US-Dollar. Das war besser als befürchtet.
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Der Umsatz enttäuschte dagegen klar. D-Wave erzielte 2,9 Millionen US-Dollar und verfehlte damit die Prognose von 4,14 Millionen US-Dollar; gegenüber dem Vorjahr brachen die Erlöse um 81 Prozent ein. Als Grund gilt der Wegfall eines margenstarken Systemverkaufs, der den Vergleichszeitraum aufgebläht hatte.
Der schwache Umsatz allein erzählt deshalb nicht die ganze Geschichte. Wichtiger für die Börse war der Blick auf die Auftragseingänge, weil er Hinweise auf künftige Nachfrage liefert.
Hier setzte D-Wave ein Ausrufezeichen. Die Bookings stiegen im ersten Quartal um 1.994 Prozent auf den Rekordwert von 33,4 Millionen US-Dollar. Das lag sogar über den gesamten Auftragseingängen der beiden vorherigen Geschäftsjahre zusammen.
Dazu kommt die Übernahme von Quantum Circuits Inc. D-Wave positioniert sich damit als Anbieter mit zwei Plattformen: Annealing-Systeme und Gate-Model-Quantencomputer. Per 31. März verfügte das Unternehmen über 588,4 Millionen US-Dollar an Barmitteln und marktfähigen Wertpapieren.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die jüngsten Meldungen haben auch die Analystenstimmung gestützt. Der Konsens liegt bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel beträgt 34,67 US-Dollar. Als zentrale Argumente gelten die staatliche Rückendeckung und der Ausbau des Quantencomputing-Ökosystems.
Der nächste harte Marker ist die Finalisierung der Förderunterlagen. Bis dahin bleibt die Story zweigeteilt: politischer Rückenwind, starke Auftragseingänge und viel Kapital auf der einen Seite — niedrige Umsätze und mögliche Verwässerung auf der anderen.
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