D-Wave Quantum Aktie: 131 Prozent Aufwärtspotenzial zum Kursziel
D-Wave Quantum wechselt an die Nasdaq, während die Aktie stark gefallen ist. Technische Indikatoren deuten auf eine mögliche Erholung hin.

Kurz zusammengefasst
- Offizieller Wechsel zur Nasdaq
- Aktie verlor fast 30 Prozent
- RSI naht überverkauftem Bereich
- Analysten sehen hohes Kurspotenzial
D-Wave Quantum steht vor einer entscheidenden Woche. Der Quantencomputing-Pionier feiert am Montag offiziell seinen Wechsel an die Nasdaq – mitten in einer der heftigsten Verkaufswellen seiner noch jungen Börsengeschichte. Die Frage, die sich aufdrängt: Reicht ein symbolischer Glockenschlag, um eine Talfahrt von fast 30 Prozent binnen eines Monats zu stoppen?
Nasdaq-Bühne trifft auf Ausverkauf
CEO Dr. Alan Baratz und das Management-Team läuten am 27. Juli die Nasdaq-Eröffnungsglocke. Der Umzug soll D-Wave näher an die Peergroup wachstumsstarker Technologiewerte rücken. Zeremoniell, ja – aber der Zeitpunkt könnte kaum symbolträchtiger sein.
Die Aktie schloss am Freitag bei 14,27 Euro, nach einem Tagesverlust von 5,15 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 37 Prozent zu Buche. Der Nasdaq-Wechsel kommt in einem Moment, in dem der Markt dringend nach einem Grund sucht, die Verkaufswelle zu stoppen.
Genau hier wird es interessant. Die technischen Signale sprechen inzwischen eine andere Sprache als der Chart der vergangenen Wochen.
Charttechnik: Anzeichen einer Erschöpfung
Der RSI ist auf 32,3 gefallen und steht damit unmittelbar vor der Marke von 30, die klassisch als überverkauft gilt. Bei hochvolatilen Werten wie D-Wave hat ein solches Niveau in der Vergangenheit häufiger eine technische Gegenbewegung eingeleitet – zumindest eine Verschnaufpause.
Die Distanz zu den gleitenden Durchschnitten zeigt trotzdem das Ausmaß der Korrektur. Die Aktie notiert 28,65 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 20 Euro und liegt auch deutlich unter der 200-Tage-Linie zurück. Der übergeordnete Trend bleibt damit klar bärisch.
Und doch: Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 33,01 Euro. Das entspräche einem theoretischen Aufwärtspotenzial von 131 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. Für mich ist genau diese Lücke der eigentliche Spannungspunkt dieser Woche – nicht die Glocke an der Nasdaq. Sie zeigt, wie weit sich institutionelle Erwartungen und die Panik der vergangenen Wochen bereits voneinander entfernt haben.
Makro-Woche und die Chancen auf eine Bodenbildung
D-Wave wird dabei nicht im luftleeren Raum handeln. Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank über die Leitzinsen – jede hawkishe Überraschung würde spekulative Wachstumswerte zusätzlich unter Druck setzen. Parallel dazu legen Microsoft, Meta, Apple und Amazon ihre Quartalszahlen vor und geben damit den Ton für die gesamte Nasdaq vor.
Als kleinerer Akteur im Ökosystem aus künstlicher Intelligenz und fortschrittlichem Computing folgt D-Wave oft der Kursrichtung dieser Schwergewichte. Am Donnerstag liefern US-BIP-Daten und der PCE-Inflationsindex den letzten makroökonomischen Rahmen. Danach richtet sich der Blick auf D-Waves eigene Quartalszahlen am 6. August.
Die Aktie notiert derzeit 28,27 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 11,12 Euro – ein Polster für alle, die auf eine Bodenbildung setzen. Der Rückgang von 15 Prozent auf Zwölfmonatssicht zeigt zwar den langfristigen Kampf des Unternehmens. Die Kombination aus Nasdaq-Bühne und stark überverkauftem RSI spricht meiner Einschätzung nach jedoch dafür, dass die aggressivste Phase des Ausverkaufs hinter D-Wave liegen könnte.
Entscheidend wird die Marke von 14 Euro. Hält die Aktie dieses Niveau in einer schwergewichtigen Makrowoche, wäre das ein handfester Erfolg für die Bullen – noch vor dem Quartalsbericht im August.
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