D-Wave Quantum Aktie: 25 Millionen von NORDTECH
D-Wave Quantum erhält über 25 Millionen Dollar für Qubit-Fertigung und winkt weitere 100 Millionen aus dem CHIPS Act.

Kurz zusammengefasst
- 25 Mio. Dollar für Qubit-Forschung
- 100 Mio. Dollar aus CHIPS Act winkt
- Umsatz von 2,9 Mio. Dollar im Quartal
- Aktie seit Jahrestief mehr als verdoppelt
Innerhalb weniger Wochen hat D-Wave Quantum zwei milliardenschwere Förderzusagen aus Washington eingesammelt. Das Unternehmen baut sich damit eine staatliche Finanzierungsbasis auf, die seine eigenen Quartalsumsätze um ein Vielfaches übersteigt.
NORDTECH-Förderung für Qubit-Fertigung
Über 25 Millionen Dollar fließen im zweiten Förderjahr in das sogenannte SQFab-Projekt — finanziert vom Northeast Regional Defense Technology Hub (NORDTECH) im Rahmen des U.S. Microelectronics Commons-Programms. Der Fokus liegt auf skalierbarer supraleitender Qubit-Fertigung und verbesserter Materialforschung. Ziel ist es, die amerikanische Mikroelektronik-Industrie wettbewerbsfähiger zu machen und die heimische Halbleiter-Lieferkette zu stärken.
Für D-Wave bedeutet das konkret: frisches Kapital für Quantenfehlerkorrektur-Technologien und die Entwicklung von Gate-Modell-Quantencomputern — neben dem klassischen Annealing-Ansatz, für den das Unternehmen bekannt ist.
CHIPS Act als zweites Standbein
Bereits Anfang Mai unterzeichnete D-Wave eine Absichtserklärung mit dem U.S. Department of Commerce über potenziell 100 Millionen Dollar aus dem CHIPS and Science Act. Diese Mittel sollen die amerikanische Führungsrolle im Quantencomputing beschleunigen — sofern aus der Absichtserklärung ein verbindlicher Vertrag wird.
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Das operative Geschäft bleibt indes überschaubar. Im ersten Quartal 2026 erzielte D-Wave einen Umsatz von 2,9 Millionen Dollar. Der Nettoverlust lag bei 18,4 Millionen Dollar, fiel aber besser aus als von Analysten erwartet. Die Liquiditätsbasis ist mit rund 588 Millionen Dollar in Cash und marktgängigen Wertpapieren komfortabel — das Unternehmen hat Zeit, seine Technologie zu reifen.
Kurs läuft dem Momentum hinterher
Die Aktie reagiert auf die Nachrichtenlage: Seit dem Jahrestief Ende März hat sie sich mehr als verdoppelt, in den vergangenen 30 Tagen legte sie rund 62 Prozent zu. Mit aktuell 25 Euro liegt sie allerdings noch knapp 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 38,48 Euro.
Die staatlichen Fördergelder lösen das Grundproblem nicht — ein Quantencomputing-Geschäft, das kommerziell noch in den Kinderschuhen steckt. Was sie leisten: Sie sichern D-Wave den finanziellen Spielraum und politischen Rückhalt, um genau das zu ändern. Ob das gelingt, entscheidet sich an den nächsten Produktmeilensteinen, nicht an weiteren Förderbescheiden.
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