D-Wave Quantum Aktie: 33,4 Millionen Aufträge im Q1
D-Wave Quantum zeigt auf Londoner Konferenz neue Anwendungen, während Aktienverkäufe von Führungskräften als steuerlich motiviert gelten.

Kurz zusammengefasst
- Insider-Verkäufe aus Steuergründen
- Rekordaufträge im ersten Quartal
- Kursziel von 40 US-Dollar bestätigt
- Quanten-Roadmap bis 2032 vorgestellt
D-Wave Quantum präsentiert heute in London seine neuesten Quanten-Anwendungen. Parallel dazu diskutieren Marktbeobachter jüngste Aktienverkäufe aus der Führungsetage. Ein genauer Blick auf die Transaktionen nimmt der Situation jedoch die Brisanz.
Steuerpflichten statt Verkaufssignal
Aufsichtsrat Rohit Ghai trennte sich Mitte Juni von rund 13.500 Aktien. Dieser Schritt erfolgte automatisch. Ghai hatte den zugrundeliegenden Handelsplan bereits über ein Jahr im Voraus festgelegt. Er hält weiterhin ein signifikantes Aktienpaket.
Auch Finanzchef John M. Markovich veräußerte in den vergangenen Monaten Anteile. Zuletzt verkaufte er Anfang Juni ein kleines Paket für gut 90.000 US-Dollar. Der Grund: reine Administration. Das Unternehmen behielt die Papiere ein, um Steuerpflichten aus fälligen Aktienvergütungen zu decken. Nach den Transaktionen besitzt der Finanzchef noch immer über 1,4 Millionen Aktien.
Rekordaufträge stützen den Kurs
Die Wall Street ignoriert die Insider-Verkäufe weitgehend. Fünf Investmentbanken bekräftigten Anfang Juni ihre Kaufempfehlungen. B. Riley und Needham riefen dabei Kursziele von jeweils 40 US-Dollar aus.
Operativ liefert D-Wave handfeste Argumente für diesen Optimismus. Im ersten Quartal 2026 verbuchte der Konzern Aufträge im Wert von 33,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht fast einer Zwanzigfachung gegenüber dem Vorjahr. Die liquiden Mittel stiegen auf über 588 Millionen US-Dollar.
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 19,95 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von rund 27 Prozent auf der Anzeigetafel. Vom 52-Wochen-Hoch bei 38,48 Euro bleibt der Titel allerdings noch weit entfernt.
Klarer Fahrplan bis 2032
Auf der heutigen Konferenz in London untermauert das Management seine technologische Vision. D-Wave positioniert sich als Komplettanbieter für Quantencomputing. Bis 2032 will der Konzern ein System mit 100 logischen Qubits entwickeln.
Der Weg dorthin ist in konkrete Etappen unterteilt. Bis 2028 plant das Unternehmen mehrere Zwischenschritte mit bis zu 181 physischen Qubits. Gelingt diese Skalierung, rücken kommerzielle Massenanwendungen in greifbare Nähe.
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