D-Wave Quantum Aktie: Die Schweizer Wette?
Ein Schweizer Partner sicherte sich fünf Jahre lang die Hälfte der Kapazität; SkyWater meldete bis zu 30 Prozent weniger Fertigungsverzögerungen.

Kurz zusammengefasst
- Advantage2-System in der Lombardei eingetroffen
- Swiss Quantum zahlt zehn Millionen Euro
- Kapazitätsanteil für fünf Jahre vereinbart
- SkyWater senkte Verzögerungen um bis zu 30 Prozent
D-Wave Quantum hat die Auslieferung eines Quantencomputers nach Europa gemeldet. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, traf das System des Typs Advantage2 in der italienischen Region Lombardei ein. Der Rechner mit mehr als 4.400 Qubits soll am Standort Villa Saporiti installiert werden. Unabhängig von dieser Nachricht stieg die Aktie des Quantencomputing-Unternehmens am heutigen Donnerstag um 2,2 Prozent auf 11,01 Euro.
Zehn-Millionen-Euro-Vertrag mit Schweizer Partner
Die Aufstellung des Quanten-Annealers erfolgt auf Grundlage einer Vereinbarung mit Swiss Quantum Technology SA. Der Vertrag weist ein Volumen von 10 Millionen Euro auf.
Im Rahmen dieser Vereinbarung hat sich das Schweizer Unternehmen für einen Zeitraum von fünf Jahren einen Anteil von 50 Prozent an der Rechnerkapazität gesichert. Zudem beinhaltet der Kontrakt eine Option, mit der Swiss Quantum Technology SA das gesamte Advantage2-System erwerben kann.
Die Installation an der Villa Saporiti markiert einen operativen Schritt bei der Bereitstellung der Annealing-Technologie von D-Wave in Europa. Das System mit mehr als 4.400 Qubits zählt zur neuesten Generation der Advantage2-Plattform, die speziell für komplexe Optimierungsaufgaben konzipiert ist.
Fertigungskooperation mit SkyWater Technology
Flankiert wird die Hardware-Auslieferung durch Entwicklungen in der Fertigungskette. D-Wave Quantum und der Halbleiterhersteller SkyWater Technology schlossen am Dienstag eine mehrjährige Vereinbarung zur Fortführung der spezialisierten Halbleiter-Prozessentwicklung und der Fertigung ab. Die Kooperation soll die technologische Roadmap von D-Wave absichern.
Parallel dazu vermeldeten die beiden Unternehmen die Ergebnisse eines gemeinsamen Projekts. In der Fertigung von SkyWater kam die Annealing-Technologie von D-Wave zum Einsatz, um Produktionsabläufe zu optimieren. Nach Unternehmensangaben konnten durch den Technologieeinsatz Verzögerungen bei Fertigungslosen in der Fabrik um bis zu 30 Prozent verringert werden.
Einordnung des Marktgeschehens
An den Kapitalmärkten bleibt das Umfeld für Technologieunternehmen wie D-Wave Quantum trotz der operativen Fortschritte anspruchsvoll. Die Notierung an den Handelsplätzen bewegt sich nach den deutlichen Rücksetzern der vergangenen Monate weiterhin in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs von 10,13 Euro.
Für Marktteilnehmer stehen neben der reinen Inbetriebnahme der Systeme in Europa vor allem die praktische Verlässlichkeit und die Monetarisierung der Technologie im Fokus.
Stand heute, 15. Oktober: D-Wave Quantum – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in D-Wave Quantum investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 15. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.