D-Wave Quantum Aktie: Dual-Rail-Architektur vorgestellt
D-Wave Quantum präsentiert ambitionierten Fahrplan für fehlertolerantes Quantencomputing mit 100 logischen Qubits bis 2032.

Kurz zusammengefasst
- Neuer Fahrplan bis 2032 vorgestellt
- 100 logische Qubits als Ziel
- Fehlerkorrektur direkt im Chip
- Aktie reagiert mit Kursverlust
D-Wave Quantum hat am ersten Investor Day an der New Yorker Börse einen neuen Fahrplan für fehlertolerantes Quantencomputing vorgestellt. Das Ziel ist konkret: 100 logische Qubits bis 2032, die mehr als eine Million Operationen ausführen können.
Fehlerkorrektur direkt im Chip
Der technische Kern der Strategie liegt in der sogenannten Dual-Rail-Qubit-Architektur. Sie erkennt Fehler bereits auf Ebene einzelner Qubits — noch während der Berechnung. Rund 90 Prozent aller Fehler sollen so direkt im Hardware-Design abgefangen werden, bevor externe Korrekturmaßnahmen nötig werden.
CEO Alan Baratz bezeichnet diesen Ansatz als grundlegend anders als bei Wettbewerbern. D-Wave peilt einen Lambda-Wert von 10 an — ein Maß dafür, wie schnell Fehler mit steigender Fehlerkorrektur abnehmen. Die Branche zeigt bislang Werte um 2.
Meilensteine Schritt für Schritt
Der Fahrplan sieht klare Zwischenziele vor:
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- 2026: 17-Qubit-System mit doppelt so niedrigen logischen Fehlerraten wie physikalischen
- 2027: 49-Qubit-System, 20-fache Fehlerreduktion
- 2028: 181-Qubit-System, 2.000-fache Fehlerreduktion
- 2030: 10 logische Qubits für fehlertolerante Algorithmen
- 2032: 100 logische Qubits für Quantenchemie und KI-Anwendungen
Das ist ein ambitionierter Zeitplan. Ob D-Wave ihn einhalten kann, muss die Praxis zeigen — die Konkurrenz schläft nicht.
Kurs weit unter Jahreshoch
Die Aktie reagierte am Montag mit einem Minus von knapp fünf Prozent auf 24,57 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 38,48 Euro ist der Kurs damit noch weit entfernt. Auf Jahressicht liegt das Papier allerdings rund 64 Prozent im Plus — getragen von der wachsenden Aufmerksamkeit für Quantencomputing insgesamt.
D-Wave bietet seine Systeme über die Leap-Cloud-Plattform an und zählt zu den wenigen Unternehmen, die bereits kommerziell verfügbare Quantencomputer verkaufen. Der neue Gate-Modell-Fahrplan ergänzt das bestehende Annealing-Geschäft. Ob die Kombination beider Ansätze reicht, um sich gegen größere Konkurrenten wie IBM oder Google zu behaupten, entscheidet sich spätestens an den Meilensteinen 2027 und 2028.
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