D-Wave Quantum Aktie: Quantensprung ohne Kurswirkung?
Der Technologiewerte-Ausverkauf belastete D-Wave, obwohl der Advantage2 in Italien eintraf und die SkyWater-Partnerschaft verlängert wurde.
Kurz zusammengefasst
- D-Wave-Aktie fällt um 8,2 Prozent
- Advantage2-System erreicht Standort in Como
- Swiss Quantum sichert sich halbe Rechenkapazität
- SkyWater-Fertigungspartnerschaft wird mehrjährig fortgeführt
Die Aktie von D-Wave Quantum geriet am Freitag unter deutlichen Verkaufsdruck und verzeichnete ein Minus von 8,2 Prozent auf 10,49 Euro. Der Kursverlust vollzog sich im Rahmen eines breiten Abverkaufs an den US-Börsen, der vor allem wachstumsorientierte Technologieunternehmen traf.
Wachsende Skepsis im Technologiesektor
Auslöser der allgemeinen Marktschwäche war eine spürbare Zurückhaltung der Anleger gegenüber dem Technologiesektor. Wie die Nachrichtenagentur AP meldete, schloss der technologielastige Nasdaq-Index mit einem Minus von 2,1 Prozent. Im S&P 500 verbuchten 68 der 75 dort gelisteten Technologietitel Einbußen.
Marktbeobachter führten die Zurückhaltung auf Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit hoher Ausgaben für den Aufbau von Künstlicher Intelligenz zurück. Hinzu kamen steigende Renditen bei Staatsanleihen, die erfahrungsgemäß kapitalintensive Wachstumsunternehmen belasten. Dieser sektorweite Gegenwind erfasste auch D-Wave Quantum, dessen Notierung sich mit dem jüngsten Kursrückgang bis auf 3,6 Prozent an das 52-Wochen-Tief von 10,13 Euro annäherte.
Operative Meilensteine ohne Kurswirkung
Der jüngste Kursrutsch überschattete mehrere operative Meldungen des Unternehmens. Bei der Auslieferung des Advantage2-Quantencomputers nach Europa erreichte D-Wave ein konkretes Etappenziel: Das System mit über 4.400 Qubits traf zur Installation in der Villa Saporiti im italienischen Como ein. Es handelt sich um den ersten kommerziellen Annealing-Quantenrechner des Konzerns in Italien.
Finanziert wird die Aufstellung durch Swiss Quantum Technology SA im Rahmen eines Vertrags über 10 Millionen Euro. Gemäß dieser Vereinbarung sicherte sich das Schweizer Unternehmen 50 Prozent der Rechenkapazität über eine Laufzeit von fünf Jahren und erhielt zudem eine Option auf den vollständigen Erwerb des Systems.
Fertigungspartnerschaft ausgebaut
Zudem wurde bekannt, dass D-Wave die Fertigungspartnerschaft mit SkyWater Technology verlängert. Die Kooperation zur Produktion supraleitender Quantenchips am SkyWater-Standort im US-Bundesstaat Minnesota wird über eine mehrjährige Vereinbarung fortgeführt.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit setzten die Partner auch ein Pilotprojekt zur wartungsbezogenen Terminplanung ein. Laut Unternehmensangaben reduzierte der Testlauf prozessbedingte Verzögerungen in der Fabrik um bis zu 30 Prozent. Die technologischen Fortschritte und Partnerschaften vermochten die Papiere von D-Wave an den Märkten angesichts der übergeordneten Branchenschwäche vor dem Wochenende jedoch nicht zu stabilisieren.
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