D-Wave Quantum Aktie: Quartalszahlen enttäuschen

D-Wave Quantum beendete eine turbulente Woche mit Kursverlusten. Der Quantencomputer-Spezialist verfehlte im vierten Quartal sowohl bei Gewinn als auch Umsatz die Erwartungen – während gleichzeitig eine milliardenschwere Übernahme die strategische Ausrichtung fundamental verändert.

Verfehlung bei Umsatz und Bookings

Am 26. Februar veröffentlichte D-Wave seine Zahlen für das vierte Quartal. Das Unternehmen verbuchte einen bereinigten Verlust von 0,09 Dollar je Aktie bei Erlösen von 2,8 Millionen Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 0,06 Dollar je Aktie und Umsätzen von rund 3,7 Millionen Dollar gerechnet.

D-Wave Quantum

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Zusätzlich gab das Unternehmen bekannt, dass die Auftragseingänge (Bookings) im vierten Quartal mit 13,4 Millionen Dollar um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgingen. Diese Kennzahl kann zwar in Abhängigkeit von Produktzyklen schwanken, der deutliche Rückgang dürfte jedoch die Stimmung unter Investoren belastet haben.

Das Gesamtjahr zeigt allerdings ein differenzierteres Bild: Der Jahresumsatz stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar bei einer Bruttomarge von 83 Prozent. Der Nettoverlust im vierten Quartal verringerte sich von 86,1 Millionen Dollar im Vorjahr auf 42,3 Millionen Dollar.

Kursreaktion im März

Die Aktie verlor im Februar 11,5 Prozent. Technologiewerte standen generell unter Druck, nachdem ein heißer als erwarteter Inflationsbericht Ende Februar veröffentlicht wurde. Das Producer-Price-Index-Wachstum lag mit 0,8 Prozent deutlich über der Prognose von 0,3 Prozent – ein Signal, dass die Federal Reserve Zinssenkungen womöglich weiter hinauszögern könnte.

Auch der jüngste Arbeitsmarktbericht belastete. Die US-Wirtschaft verlor im Februar 92.000 Stellen, mehr als die erwarteten 50.000.

Am 6. März bewegte sich die Aktie zwischen 18,01 und 19,61 Dollar. Bei 18,49 Dollar notierte der Titel 2,7 Prozent über dem Tagestief und 5,7 Prozent unter dem Tageshoch. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 4,49 bis 46,75 Dollar.

Die Marktkapitalisierung beträgt etwa 6,9 Milliarden Dollar. Das entspricht dem 157-Fachen der erwarteten Umsätze.

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Quantum Circuits: Strategischer Richtungswechsel

Mitten in den kurzfristigen Turbulenzen vollzog D-Wave im Januar eine strategische Weichenstellung. Das Unternehmen übernahm Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar – 300 Millionen in Aktien, 250 Millionen in bar.

Mit der Akquisition kombiniert D-Wave seine kommerziellen Annealing-Systeme mit der fehlerkorrigierten Supraleitungs-Gate-Technologie von Quantum Circuits. Ein erstes Gate-Modell-System soll noch 2026 verfügbar sein. CEO Dr. Alan Baratz erklärte: „Das Gate-Modell ermöglicht es uns im Wesentlichen, den adressierbaren Gesamtmarkt zu verdoppeln.“

Auftragslage und Unternehmenskunden

Parallel zur Übernahme baute D-Wave seine kommerzielle Pipeline aus. Das Unternehmen sicherte sich einen zweijährigen Quantum-Computing-as-a-Service-Vertrag über 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Konzern. Nach Unternehmensangaben ein Meilenstein für die Akzeptanz von Annealing-Quantencomputern im Unternehmensumfeld.

Zum 25. Februar meldete D-Wave Auftragseingänge von 32,8 Millionen Dollar für 2026 – mehr als der gesamte Vorjahresumsatz. Laut Baratz zählt das Unternehmen nur unkündbare Aufträge als Bookings.

Auf der Konferenz Qubits 2026 berichtete D-Wave von einer Nutzungssteigerung der Advantage2-Systeme um 314 Prozent im Jahresvergleich. Die Nutzung des Stride-Hybrid-Solvers kletterte binnen sechs Monaten um 114 Prozent.

Liquidität und Ausblick

Zum 31. Dezember 2025 verfügte D-Wave über liquide Mittel und Wertpapiere von 884,5 Millionen Dollar – ein Plus von 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal flossen durch die Ausübung von Optionsscheinen zusätzlich 63,7 Millionen Dollar zu.

Der CFO erwartet für die zweite Jahreshälfte eine beschleunigte Umsatzentwicklung. Prognosen gehen davon aus, dass der Quantencomputing-Markt von 4 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 72 Milliarden Dollar bis 2035 wachsen wird.

Die Bruttomarge liegt bei 82,6 Prozent, doch operative und Nettomargen bleiben deutlich negativ. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Integration von Quantum Circuits und die wachsende Auftragspipeline in nachhaltiges Umsatzwachstum münden.

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