D-Wave Quantum Aktie: USA starten Genesis-Q-Wettbewerb

D-Wave zählt zu möglichen Teilnehmern eines US-Quantenprogramms, während steigende Buchungen und ein fallender Aktienkurs gegensätzliche Signale senden.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung eines Quantencomputers in einem modernen, futuristisch beleuchteten Labor. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • US-Programm startet mit 215 Millionen Dollar
  • D-Wave als möglicher Bewerber genannt
  • Halbjahresbuchungen steigen auf 35,5 Millionen Dollar
  • Aktie fällt heute um 5,8 Prozent

D-Wave Quantum gehört zu den Kandidaten für ein neues staatliches Förderprogramm der USA, das den Bau fehlertoleranter Quantencomputer beschleunigen soll. Das US-Energieministerium startete am heutigen Freitag die „Quantum Genesis Q Competition“ mit einem Fördervolumen von bis zu 215 Millionen Dollar. Für Anleger ist das ein weiteres Signal, dass die Branche trotz hoher Bewertungen politischen Rückenwind erhält.

Neues Förderprogramm mit hohen Hürden

Ziel des Programms ist der erste wissenschaftlich nutzbare, fehlertolerante Quantencomputer mit mindestens 100 logischen Qubits bis 2028, der hunderte Millionen fehlertoleranter Operationen ausführen kann.

In Phase I können sich bis zu zehn Bewerber je bis zu 1,5 Millionen Dollar sichern. Phase II stellt einen Pool von 100 Millionen Dollar für das Erreichen von 100 Qubits bereit, mit Boni von jeweils 50 Millionen Dollar für 150 beziehungsweise 200 Qubits. Zusätzlich gibt es einen separaten Aufruf über 45 Millionen Dollar für Testbed-Labore.

Bewerbungsschluss ist der 19. Oktober 2026, ein Webinar für interessierte Unternehmen findet am 25. September statt. Neben D-Wave zählen IonQ, Rigetti, Infleqtion, Quantinuum, Xanadu und weitere Firmen zu den möglichen Bewerbern. Das Programm ist explizit technologieoffen formuliert, begünstigt also keinen bestimmten Quantenansatz von vornherein.

Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial

Parallel zur Förderinitiative rückt die Aktie erneut wegen einer optimistischen Analystenlage in den Blick. Einem Konsens von Analysten zufolge gilt D-Wave derzeit als starker Kauf, mit einem Kursziel von 35,46 Dollar – das entspräche einem Aufschlag von gut 100 Prozent gegenüber dem zugrunde gelegten Referenzkurs. Auch für Wettbewerber wie IonQ und Quantinuum werden ähnlich hohe Kurspotenziale genannt, was den Optimismus für den gesamten Sektor unterstreicht.

Untermauert wird die positive Einschätzung mit operativen Zahlen: D-Wave meldete für das zweite Quartal einen mit 3,1 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Umsatz. Deutlich dynamischer entwickelten sich die Buchungen im ersten Halbjahr, die um rund 1.120 Prozent auf 35,5 Millionen Dollar zulegten.

Der Auftragsbestand (RPO) kletterte auf 40,7 Millionen Dollar, ein Plus von 668 Prozent. Diese Kennzahlen zeigen: Das eigentliche Geschäft wächst bislang langsamer als die vertraglich gesicherten Zukunftsumsätze – ein Muster, das für junge Quantentechnologie-Unternehmen typisch ist und von Anlegern entsprechend eingeordnet werden sollte.

Kurs bleibt unter Druck

Von der Förder- und Analystenlaune ist an der Börse bislang wenig zu spüren. Die Aktie verlor heute 5,8 Prozent und markierte mit 14,51 Euro einen deutlichen Rückschlag gegenüber dem Vortagesschluss von 15,40 Euro.

Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von 36 Prozent, der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 40,41 Euro aus dem Oktober beträgt 64 Prozent. Zugleich liegt der Kurs rund 30 Prozent über dem erst Ende März markierten 52-Wochen-Tief von 11,12 Euro – die Aktie bewegt sich also innerhalb einer breiten Spanne, ohne klare Richtung.

Die Diskrepanz zwischen hohen Kurszielen der Analysten und der schwachen Kursentwicklung spiegelt die Skepsis wider, die derzeit die gesamte Quantencomputing-Branche begleitet: Technologische Fortschritte und staatliche Förderprogramme treffen auf Zweifel, wie schnell sich daraus tragfähige Geschäftsmodelle entwickeln lassen. Für D-Wave dürfte der Ausgang der Genesis-Q-Bewerbung im Oktober ein weiterer wichtiger Prüfstein werden.

Anzeige

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 18. September liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

D-Wave Quantum Aktie

16,63 USD

– 1,07 USD -6,02 %
KGV
Sektor Technologie
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 6,17 Mrd. USD
Ø Kursziel 35,24 USD
ISIN: US26740W1099 WKN: A3DSV9

Community Forum zu D-Wave Quantum

Ähnliche Artikel

Novo Nordisk Aktie: FRONTIER5 belegt Therapiewechsel-Sicherheit

Novo Nordisk Aktie: FRONTIER5 belegt Therapiewechsel-Sicherheit

Gesundheit ·
Commerzbank Aktie: Orcel droht mit Orlopp-Entlassung

Commerzbank Aktie: Orcel droht mit Orlopp-Entlassung

Banken & Versicherungen ·
Berkshire Hathaway Aktie: Ehrentitel für Buffett

Berkshire Hathaway Aktie: Ehrentitel für Buffett

Dow Jones ·
D-Wave Quantum Aktie: USA starten Genesis-Q-Wettbewerb

D-Wave Quantum Aktie: USA starten Genesis-Q-Wettbewerb

KI & Quantencomputing ·
Nvidia Aktie: Huang verspricht Verdopplung – und mahnt zur Vorsicht

Nvidia Aktie: Huang verspricht Verdopplung – und mahnt zur Vorsicht

Nasdaq ·

Weitere Artikel zu D-Wave Quantum

Alle Artikel anzeigen
D-Wave Quantum: 7,1 Millionen Aktien für Washington

D-Wave Quantum: 7,1 Millionen Aktien für Washington

Nasdaq ·
D-Wave Quantum Aktie: Staat erhält Aktien

D-Wave Quantum Aktie: Staat erhält Aktien

KI & Quantencomputing ·
D-Wave Quantum Aktie: DOCOMO nimmt zweite Anwendung in Betrieb

D-Wave Quantum Aktie: DOCOMO nimmt zweite Anwendung in Betrieb

Telekommunikation ·
D-Wave Quantum Aktie: Kanzlei prüft Wertpapierverstöße

D-Wave Quantum Aktie: Kanzlei prüft Wertpapierverstöße

KI & Quantencomputing ·
D-Wave Quantum Aktie: Finanzchef Markovich tritt zurück

D-Wave Quantum Aktie: Finanzchef Markovich tritt zurück

KI & Quantencomputing ·