D-Wave Quantum Aktie: Zwei Welten

Trotz eines starken Analystenkonsens und einer strategischen Übernahme sorgen umfangreiche Kapitalmaßnahmen und hohe Insiderverkäufe für ein widersprüchliches Marktbild bei D-Wave Quantum.

Kurz zusammengefasst:
  • Analystenkonsens auf 'Strong Buy' mit hohem Kursziel
  • Umsatz verdoppelt, doch hoher bilanzieller Verlust
  • Abgeschlossene Übernahme für Dual-Plattform-Strategie
  • Umfangreiche Kapitalerhöhung und Insiderverkäufe belasten

Der Markt ringt heute um eine klare Einordnung der D-Wave-Quantum-Aktie. Auf der einen Seite stehen deutlich angehobene Analystenschätzungen und ein „Strong Buy“-Konsens, auf der anderen Seite aggressive Kapitalmaßnahmen und hohe Insiderverkäufe. Im Zentrum stehen die Übernahme von Quantum Circuits Inc. und eine umfangreiche Shelf-Registration, die kurzfristig für Druck auf die Bewertung sorgen kann.

Analysten setzen auf „Strong Buy“

Per heutigem Stand haben Plattformen wie TipRanks und Zacks ihren Konsens für die Aktie auf „Strong Buy“ hochgestuft. Die Berichterstattung verweist auf 13 Kaufempfehlungen und keine einzige Verkaufsempfehlung, was eine klare Verschiebung in Richtung eines sehr positiven institutionellen Sentiments signalisiert.

D-Wave Quantum

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Der durchschnittliche 12-Monats-Kurszielwert liegt bei rund 39,75 US‑Dollar. Gegenüber dem aktuellen Kurs um 25,63 US‑Dollar entspricht das einem möglichen Aufwärtspotenzial von etwa 55 %. Begründet wird die optimistische Einschätzung vor allem mit:

  • dem strategischen Wert der Übernahme von Quantum Circuits Inc.
  • der bestätigten Wachstumsspur beim Umsatz
  • der technologischen Ausrichtung auf ein Dual-Plattform-Modell aus Annealing- und Gate-basiertem Quantum Computing, das D-Wave aus Analystensicht von Wettbewerbern absetzt.

Wachstum trifft hoher Verlust

Nach dem dritten Quartal 2025 hat D-Wave Quantum seine finanzielle Entwicklung offengelegt. Der Umsatz lag bei 3,7 Millionen US‑Dollar, ein Zuwachs von 100 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Das stützt die These einer beschleunigten kommerziellen Nutzung der Quantum-Cloud-Dienste.

Auf Ergebnisebene ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Der bereinigte Gewinn je Aktie (Adjusted EPS) lag bei -0,05 US‑Dollar und fiel damit besser aus als erwartet. Nach GAAP weist das Unternehmen aber einen deutlich höheren Verlust aus: Der Nettoverlust belief sich auf etwa 140 Millionen US‑Dollar.

Haupttreiber dieser Lücke sind nicht zahlungswirksame Aufwendungen in Höhe von rund 121,9 Millionen US‑Dollar aus der Neubewertung von Warrants. Damit wirkt der ausgewiesene GAAP-Verlust deutlich höher, als es der operative Cash-Burn allein vermuten ließe, weil Bilanzierungseffekte durch den gestiegenen Aktienkurs stark zu Buche schlagen.

Zentrale Kennzahlen im Überblick:

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  • Aktueller Kurs: ca. 25,63 US‑Dollar
  • Konsensrating: Strong Buy (13x Buy, 0x Sell)
  • Ø 12-Monats-Kursziel: ca. 39,75 US‑Dollar
  • Umsatz Q3 2025: 3,7 Mio. US‑Dollar (+100 % YoY)
  • Insiderverkäufe (90 Tage): ca. 65,6 Mio. US‑Dollar

Übernahme und Verwässerungsrisiko

Am 20. Januar 2026 hat D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits Inc. abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen liegt bei rund 550 Millionen US‑Dollar. Mit dem Zukauf ergänzt D-Wave seine bestehenden Annealing-Systeme um die fehlerkorrigierte Gate-Model-Technologie von Quantum Circuits und verfolgt damit konsequent die bereits erwähnte Dual-Plattform-Strategie.

Parallel dazu hat das Unternehmen eine Shelf-Registration über rund 330,41 Millionen US‑Dollar eingereicht. Diese ermöglicht die flexible Ausgabe neuer Stammaktien, Vorzugsaktien und Warrants. Für bestehende Aktionäre bedeutet das ein greifbares Risiko künftiger Verwässerung, sollte das Unternehmen den Rahmen voll ausschöpfen.

Der Markt steht damit vor einem klaren Trade-off: langfristiger technologischer Hebel durch die Integration von Quantum Circuits versus kurzfristiger Druck durch ein mögliches zusätzliches Aktienangebot.

Insiderverkäufe als Gegengewicht

Ein auffälliger Kontrapunkt zu den positiven Analystenstimmen sind die internen Transaktionen der vergangenen Monate. In den letzten 90 Tagen haben Insider von D-Wave Quantum rund 2,35 Millionen Aktien im Volumen von etwa 65,6 Millionen US‑Dollar verkauft.

Diese Verkäufe fallen in eine Phase deutlicher Kursgewinne im vergangenen Jahr. Marktbeobachter werten ein solches Volumen häufig als Signal, dass das Management Bewertungsrisiken sieht oder zumindest einen Teil der Buchgewinne realisiert. Damit verstärkt sich das Spannungsfeld zwischen externem Optimismus und interner Vorsicht.

Marktbild und nächste Schritte

Das Handelsvolumen bleibt erhöht, während die Börse die widersprüchlichen Signale aus Analystenurteilen, Kapitalmaßnahmen und Insidertransaktionen verarbeitet. Die Aktie zeigte bereits in der Vorbörse und in den frühen Handelsstunden deutliche Ausschläge und reagiert spürbar auf die Kombination aus „Strong Buy“-Narrativ und potenzieller Angebotsausweitung durch die Shelf-Registration.

Kurzfristig dürfte die Kursentwicklung vor allem von zwei Faktoren abhängen: Erstens, wie reibungslos die Integration des Quantum-Circuits-Teams und seiner Technologie in die bestehende Plattform gelingt. Zweitens, wie diszipliniert D-Wave die neue Shelf-Kapazität nutzt und in welchem Tempo tatsächlich neue Wertpapiere an den Markt kommen.

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