D-Wave: Umsatz auf 2,86 Millionen kollabiert
D-Wave verzeichnet Rekordaufträge, kämpft aber mit starkem Umsatzrückgang. Der Quantensektor gerät unter Druck, die Aktie fällt.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsverlust geringer als erwartet
- Umsatz bricht um 81 Prozent ein
- Quantensektor unter Verkaufsdruck
- Wichtige Chartmarken im Fokus
D-Wave Quantum geht mit Rekordbuchungen in eine heikle Woche. Der Markt schaut aber nicht nur auf die Aufträge, sondern auch auf den starken Umsatzrückgang. Dazu kommt Druck aus dem gesamten Quanten-Sektor.
Aufträge stark, Umsatz schwach
Die jüngsten Zahlen liefern ein gemischtes Bild. Der Quartalsverlust lag bei 0,05 US-Dollar je Aktie. Erwartet worden war ein Minus von 0,08 US-Dollar.
Beim Umsatz sieht es härter aus. Er fiel um 81 Prozent auf 2,86 Millionen US-Dollar. D-Wave verweist dabei auf den Zeitpunkt von Systemverkäufen und eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr.
Das ist der Kernkonflikt. Die Nachfrage wirkt intakt, der Umsatz schwankt aber stark. Gerade bei jungen Quantenfirmen wiegt diese Lücke schwer, weil der Markt Wachstum nicht nur hören, sondern sehen will.
Sektorverkauf trifft die Aktie
Am Freitag geriet der gesamte Quanten-Sektor unter Druck. Auch IonQ und Rigetti verloren deutlich, was auf einen breiteren Risikoabbau hindeutet. D-Wave schloss in Frankfurt bei 17,48 Euro und gab 7,29 Prozent ab; auf Wochensicht steht ein Minus von 8,93 Prozent.
Der Blick über einen längeren Zeitraum zeigt die Nervosität noch klarer. Seit Jahresanfang liegt die Aktie 27,18 Prozent hinten. Über zwölf Monate bleibt aber ein Plus von 77,22 Prozent stehen.
Stützend wirkt die Bilanz. Millennium Management hält rund 2,27 Millionen Aktien, aufgebaut Ende 2024. Das signalisiert institutionelles Interesse an der Strategie mit Annealing- und Gate-Model-Technologien.
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Auch die Kasse gibt D-Wave Spielraum. Ende März lagen liquide Mittel und marktnahe Wertpapiere bei 588,4 Millionen US-Dollar. Die Verschuldung bleibt niedrig, die kurzfristige Liquidität fällt sehr hoch aus.
Chartmarken rücken näher
Charttechnisch steht die Aktie an einem empfindlichen Punkt. Mit 17,48 Euro liegt sie über dem 50-Tage-Durchschnitt von 15,68 Euro, aber unter der 200-Tage-Linie bei 20,01 Euro. Das passt zu einem Wert, der kurzfristig stabil wirkt, im größeren Bild aber angeschlagen bleibt.
Im US-Chart gilt die Zone um 20,00 US-Dollar als wichtige Unterstützung. Ein Sprung über 22,22 US-Dollar würde das Bild verbessern. Eine mögliche inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation bleibt damit ein Thema.
Oberhalb dieser Marke könnte der Bereich um 31,00 US-Dollar wieder erreichbar werden. Fällt die Aktie unter die Unterstützung, rückt eher die Zone um 17,20 US-Dollar in den Blick.
Neue Impulse kann das Management in dieser Woche liefern. Am Mittwoch, 20. Mai, steht die J.P. Morgan Global Technology, Media and Communications Conference an. Am Donnerstag, 21. Mai, folgt der Canaccord Genuity Virtual Quantum Symposium.
Bis zum Investor Day am 1. Juni dürfte die Aktie vor allem an einem Punkt gemessen werden: D-Wave muss den Buchungsbestand von 33,4 Millionen US-Dollar in Umsatz überführen. Der Systemverkauf an die Florida Atlantic University über 20 Millionen US-Dollar liefert dafür einen konkreten Prüfstein.
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