Daimler Truck Aktie: Uneinheitliches Bild

Daimler Truck meldet rückläufigen Gesamtabsatz, getrieben von deutlichem Minus in Nordamerika. Andere Regionen und das Elektrogeschäft zeigen sich robust. Analysten bewerten die Lage uneinheitlich.

Kurz zusammengefasst:
  • Gesamtabsatz sank um acht Prozent
  • Starke Einbrüche im Kernmarkt Nordamerika
  • Stabiles Europa und Wachstum in Asien
  • Elektrofahrzeuge verzeichnen deutlichen Zuwachs

Daimler Truck hat die Absatzzahlen für 2025 vorgelegt – und die zeigen ein deutliches Gefälle zwischen den Regionen. Während der wichtigste Markt Nordamerika klar schwächelt, halten sich Europa und Asien erstaunlich stabil. Entscheidend wird nun, wie der Markt dieses „Mischbild“ bis zur Zahlenvorlage im März bewertet.

Nordamerika bremst das Gesamtgeschäft

Konzernweit setzte Daimler Truck 2025 rund 422.510 Lkw und Busse ab. Das sind acht Prozent weniger als im Vorjahr und vor allem Folge der deutlichen Abschwächung in Nordamerika.

Daimler Truck

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In dieser für den Konzern zentralen Region sackte der Absatz um 26 Prozent auf 141.814 Fahrzeuge ab. Besonders im vierten Quartal zeigte sich der Druck mit einem Minus von 27 Prozent nochmals verschärft. Hintergrund ist vor allem:

  • Zurückhaltung der Speditionen bei Neubestellungen
  • wirtschaftliche Unsicherheit in den USA
  • zusätzliche Belastung durch US-Zölle, die die Planung künftiger Transportvolumina erschweren

Damit schlagen die schwächeren Bestellungen inzwischen klar auf die Stückzahlen durch.

Regionale Unterschiede und Wachstumspunkte

Abseits von Nordamerika fällt das Bild deutlich freundlicher aus. Mehrere Segmente konnten ihr Niveau halten oder sogar zulegen.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

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  • Gesamtabsatz 2025: 422.510 Fahrzeuge (-8 % ggü. Vorjahr)
  • Nordamerika: 141.814 Fahrzeuge (-26 %)
  • Europa/Lateinamerika (Mercedes-Benz): 159.871 Fahrzeuge (stabil)
  • Asien (Trucks Asia): 107.055 Fahrzeuge (+4 %)
  • Busse: 26.991 Fahrzeuge (+2 %)
  • Batterieelektrische Fahrzeuge: 6.726 Einheiten (+67 %)

Die Marke Mercedes-Benz, vor allem in Europa und Lateinamerika aktiv, hielt ihr Verkaufsniveau stabil. Das Asien-Geschäft legte leicht zu, ebenso das Bussegment. Ein klarer positiver Akzent ist der starke Zuwachs bei batterieelektrischen Fahrzeugen: Von einem niedrigen Ausgangsniveau aus wächst dieser Bereich mit 67 Prozent deutlich und unterstreicht, dass die Elektrifizierung des Nutzfahrzeugbestands an Fahrt gewinnt.

Analysten gespalten – Kurs mit moderatem Aufschlag

Trotz der klaren Schwäche in Nordamerika fällt das Urteil der Analysten nicht einheitlich aus. Die neue Datenlage wird unterschiedlich interpretiert:

  • RBC bleibt bei „Outperform“ mit Kursziel 48 Euro. Die Kanadier betonen, dass die Nordamerika-Zahlen ihre Erwartungen sogar übertroffen haben.
  • Bernstein Research hält an „Underperform“ fest und signalisiert damit Skepsis gegenüber dem Titel.
  • DZ Bank sieht die Aktie mit „Halten“ und einem fairen Wert von 40 Euro eher neutral.

An der Börse spiegelt sich dieses Spannungsfeld in einem moderat freundlichen, aber keineswegs euphorischen Kursbild wider. Am Freitag schloss die Aktie bei 41,26 Euro, was einem Plus von gut 10 Prozent seit Jahresanfang entspricht. Damit notiert der Titel rund sieben Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch von 44,39 Euro, aber deutlich über dem Tief von 31,15 Euro.

Charttechnisch liegt der Kurs komfortabel über den gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage, was den jüngsten Aufwärtstrend bestätigt. Gleichzeitig signalisiert ein RSI von 37,8, dass die Aktie nicht überkauft ist. Die hohe 30‑Tage-Volatilität von gut 70 Prozent zeigt aber, dass Schwankungen zuletzt ausgeprägt waren.

Ausblick: März-Zahlen als nächster Prüfstein

Die jetzt veröffentlichten Absatzzahlen liefern ein gemischtes Bild: Deutliche Bremsspuren im Kernmarkt Nordamerika treffen auf stabile bis leicht wachsende Volumina in Europa, Asien und im Busgeschäft – plus einem dynamisch wachsenden Elektrosegment. Wie stark sich das letztlich in Umsatz und Ergebnis niederschlägt, wird sich mit den finalen Geschäftszahlen für 2025 zeigen, die für Mitte März angekündigt sind. Dann dürfte klarer werden, ob der aktuelle Kursaufschlag angesichts der Risiken in Nordamerika gerechtfertigt ist oder Raum für eine Neubewertung bleibt.

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