DAX: 1,29 Prozent Minus am Freitag

Der DAX fällt unter 24.700 Punkte, belastet durch schwache Tech-Vorgaben und einen Kurssturz bei Volkswagen. Auch Zalando leidet unter einer BaFin-Untersuchung.

Redaktion Stock-World ·
Ein silhouettierter Investor betrachtet einen roten, fallenden Aktienchart auf einem Bildschirm. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • DAX verliert 1,29 Prozent
  • Volkswagen-Aktie bricht fast vier Prozent ein
  • BaFin ermittelt gegen Zalando
  • OHB nimmt 482 Millionen Euro auf

Dunkle Wolken über dem deutschen Aktienmarkt. Eine toxische Mischung aus Tech-Schwäche und einem Schock in der Autoindustrie hat den DAX ins Minus gerissen. Die psychologisch wichtige Marke von 24.700 Punkten hielt dem Verkaufsdruck nicht stand.

Der Leitindex beendete den Freitagshandel bei exakt 24.671 Punkten. Das entspricht einem Tagesverlust von 1,29 Prozent. Damit schmilzt das Plus seit Jahresanfang auf knapp ein halbes Prozent zusammen.

Schwache Vorgaben aus dem US-Technologiesektor lösten die Talfahrt aus. Enttäuschende Nachrichten aus der Halbleiterbranche und Gerüchte über eine Verschiebung des OpenAI-Börsengangs drückten auf die Stimmung. Die Folge: Anleger stießen zyklische Papiere und Wachstumswerte massiv ab.

Beben bei Volkswagen

Im Zentrum des Ausverkaufs stand die Aktie von Volkswagen. Der Kurs brach um fast vier Prozent auf 74,28 Euro ein. Medien berichten über einen drastischen Sparkurs. Der Konzern prüft offenbar den weltweiten Abbau von bis zu 100.000 Stellen.

Vier deutsche Werke könnten ebenfalls schließen. Das Land Niedersachsen lehnt diese Pläne mit seinem Anteil von 20 Prozent bereits ab. Investoren rätseln nun über die künftigen Kosten des Autobauers.

Auch Zalando geriet massiv unter die Räder. Die Finanzaufsicht BaFin ermittelt gegen den Modehändler. Die Behörde prüft mögliche Verstöße gegen Rechnungslegungsvorschriften. Die Aktie rutschte daraufhin um mehr als vier Prozent ab.

Kapitalmaßnahmen und Charttechnik

Abseits der DAX-Schwergewichte sorgte OHB für Bewegung. Das Raumfahrtunternehmen besorgt sich frisches Geld. Durch die Ausgabe von 1,6 Millionen neuen Aktien fließen brutto rund 482 Millionen Euro in die Kasse. Bei der Nürnberger Beteiligungs-AG leitet die Vienna Insurance Group derweil einen Squeeze-out ein.

Aus charttechnischer Sicht rückt eine wichtige Marke in den Fokus. Der DAX nähert sich seiner 50-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei 24.603 Punkten und dient als nächste Unterstützung. Nach oben hin blockieren 25.000 Punkte eine schnelle Erholung.

In der neuen Woche rückt die Politik ins Rampenlicht. Finanzminister Klingbeil hat den Haushaltsentwurf finalisiert. Am 6. Juli stimmt das Kabinett über das Papier ab. Marktbeobachter werten geplante Subventionskürzungen kritisch. Ein Lichtblick kommt aus der Baubranche. Das DIW erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum des Bauvolumens von 1,7 Prozent.

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