DAX: 24.671 Punkte nach Ausverkauf

Neue Zinssorgen nach Fed-Aussagen lassen den DAX um 1,29 Prozent auf 24.671 Punkte fallen. Zykliker wie Zalando und Siemens Energy leiden besonders.

Redaktion Stock-World ·
Ein roter Abwärtspfeil über einer unscharfen Frankfurter Wertpapierbörse, der einen Ausverkauf am DAX symbolisiert. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • DAX schließt mit 1,29 Prozent im Minus
  • Fed-Chef Warsh dämpft Zinssenkungshoffnungen
  • Zalando und Siemens Energy unter Druck
  • Henkel und E.ON als defensive Gewinner

Der deutsche Leitindex beendet die Woche tief im Minus. Neue Zinsängste aus den USA treiben Anleger in die Flucht. Auslöser ist der neue Fed-Chef Kevin Warsh, der schnellen Zinssenkungen eine klare Absage erteilte. Die Folge: ein kräftiger Ausverkauf in Frankfurt.

Der DAX schloss den Freitagshandel bei 24.671 Punkten ab, was einem Tagesverlust von 1,29 Prozent entspricht. Warsh priorisiert Preisstabilität über alles andere. Das weckt am Markt die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen im laufenden Jahr. Institutionelle Anleger reagierten prompt und trennten sich von Aktien. Der Index nähert sich damit seinem gleitenden Durchschnitt, der aktuell bei knapp 24.604 Zählern verläuft.

Zinssensible Werte unter Druck

Auf der Verliererseite stehen vor allem zinssensible Wachstums- und Energiewerte. Zalando brach um 5,75 Prozent ein. Längerfristig hohe Zinsen belasten das Bewertungsmodell des E-Commerce-Konzerns massiv. Auch Siemens Energy und Infineon gaben deutlich nach. Der Halbleiterhersteller litt zusätzlich unter schwachen Vorgaben der US-Tech-Branche. Autowerte wie BMW und Volkswagen entzogen sich dem Abwärtssog ebenfalls nicht.

Nur wenige Papiere trotzten dem negativen Trend. Anleger suchten stattdessen Zuflucht in defensiven Häfen. Henkel und der Versorger E.ON verbuchten leichte Gewinne. Auch die Commerzbank hielt sich bemerkenswert stabil. Spekulationen über strategische Beteiligungen durch UniCredit stützten den Kurs. Marktbeobachter sehen die Bank zunehmend als eigenständige Erfolgsgeschichte.

Blick auf die Charttechnik

Das technische Bild trübt sich nach dem heutigen Handelstag deutlich ein. Mit einem RSI von 48 Punkten ist der DAX zwar nicht überverkauft. Das Momentum schwindet jedoch spürbar. Die langfristige Trendlinie bei rund 24.278 Punkten rückt nun als wichtige Unterstützung in den Fokus. In der kommenden Woche dominieren US-Konjunkturdaten das Geschehen. Neue Inflationszahlen werden dann den nächsten Impuls für die Zinsdebatte liefern.

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