DAX: 25.000er-Marke wackelt

Der DAX kämpft um die 25.000 Punkte, belastet von schwachen Industriedaten und gestützt durch US-Technologiewerte.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung des DAX-Index mit einer wankenden 25.000er-Marke, die Marktinstabilität andeutet. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Industrie-PMI enttäuscht Erwartungen
  • Rheinmetall und SAP legen zu
  • Infineon und Siemens geben nach
  • Charttechnischer Ausbruch über 25.100 Punkte nötig

Der DAX balanciert auf Messers Schneide. Während starke Impulse der US-Technologiebörsen den deutschen Leitindex stützen, zieht die schwächelnde heimische Industrie die Kurse nach unten. Die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten bleibt das Epizentrum der aktuellen Bewegung.

Industrie bremst den Aufschwung

Die Stimmung in der deutschen Industrie trübt sich ein. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe landete im Juni bei 50,3 Punkten. Damit verfehlte er die Markterwartungen von 50,5 Punkten deutlich.

Der Sektor stagniert faktisch, da hohe Marktunsicherheit die Auftragseingänge bremst. Die fragile Stabilisierung knapp oberhalb der Expansionsschwelle reichte nicht aus, um die Anleger zu überzeugen. In der Folge prallte der Index an seinem Tageshoch bei 25.088 Punkten ab.

Rüstungswerte gegen Chiphersteller

Im Index zeigt sich ein gespaltenes Bild. Rheinmetall kletterte um 4,81 Prozent auf 1.050,20 Euro — angetrieben durch neue Rüstungsaufträge. SAP profitierte parallel dazu von der starken US-Software-Nachfrage und legte um rund vier Prozent zu.

Andere Schwergewichte litten unter dem mauen Ausblick. Sorgen um die Auto-Nachfrage drückten die Infineon-Aktie um 4,73 Prozent ins Minus. Auch Siemens gab nach den schwachen Industriedaten um mehr als zwei Prozent nach.

Technische Entscheidung steht an

Am Mittwoch schloss der Leitindex bei 25.062,27 Punkten. Das entspricht einem Plus von 2,13 Prozent seit Jahresbeginn. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 55,8 Punkten eine konstruktive Verfassung ohne akute Überhitzung.

Charttechnisch bleibt die Lage stabil, solange der Kurs über dem Wochentief von 24.872 Punkten notiert. Das Handelsvolumen lag zuletzt zwölf Prozent über dem Durchschnitt, was die Bedeutung des aktuellen Niveaus unterstreicht.

Gelingt der nachhaltige Ausbruch über 25.100 Punkte, rückt das Allzeithoch bei 25.507,79 Punkten wieder in Reichweite. Rutscht der Index jedoch unter den Bereich von 24.900 Punkten, könnten Verkäufe bis zur Marke von 24.500 Zählern folgen.

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