DAX: Deutsche Bank auf 2014-Hoch
Der DAX hält sich trotz SAP-Schwäche dank starker Bankenwerte. UBS-Abstufung und EZB-Zinssignale prägen den Handelstag.

Kurz zusammengefasst
- DAX trotz SAP-Rückgang stabil
- UBS stuft SAP-Aktie herab
- Deutsche Bank erreicht 2014er-Hoch
- Nvidia-Zahlen mit Spannung erwartet
Der deutsche Leitindex zeigt sich am heutigen Mittwoch widerstandsfähig. Trotz eines deutlichen Kursrückgangs beim Index-Schwergewicht SAP notiert der DAX aktuell bei 26.313,66 Punkten. Damit liegt das Börsenbarometer lediglich 1,0 % unter seinem am 12. August erreichten 52-Wochen-Hoch und verzeichnet am heutigen Handelstag ein Plus von 0,2 %.
Software-Schwergewicht unter Druck
Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt wurde heute maßgeblich durch eine Abstufung der SAP-Aktie beeinflusst. Die Großbank UBS senkte ihr Votum für das Softwareunternehmen auf „Neutral“. Analyst Michael Briest begründete diesen Schritt mit einer schleppenden Integration von Künstlicher Intelligenz in die Geschäftsprozesse des Konzerns. Zudem erwartet die Bank für die zweite Jahreshälfte eine Verlangsamung beim Cloud-Auftragsbestand.
Nach einer beeindruckenden Rallye, in deren Verlauf die SAP-Papiere innerhalb von vier Wochen um 48 % zulegten, löste die Analyse am heutigen Mittwoch deutliche Gewinnmitnahmen aus. Zeitweise verlor die Aktie über 4 %, was den DAX spürbar belastete, da SAP zu den am stärksten gewichteten Werten im Index zählt.
Bankensektor als Stabilitätsanker
Einen wirkungsvollen Gegenpol zur Schwäche im Technologiesektor bildeten die Finanztitel. Die Aktie der Deutschen Bank kletterte um rund 4 % und markierte damit den höchsten Stand seit dem Jahr 2014. Marktteilnehmer sehen hier weiterhin Nachholbedarf im Vergleich zum breiteren europäischen Bankenumfeld. Auch die Commerzbank zeigte sich fest und notierte auf dem höchsten Niveau seit 2010.
Unterstützt wurden die Finanztitel auch durch geldpolitische Signale. EZB-Direktorin Isabel Schnabel sprach sich für höhere Leitzinsen aus und stellte eine Anhebung für den kommenden September in Aussicht. Während dies die Zinsmarge der Institute stützt, gerieten Staatsanleihen unter Druck: Der Euro-Bund-Future sank am heutigen Mittwoch um 0,27 %, während die Rendite zehnjähriger Papiere auf 3,20 % stieg.
Fokus auf US-Daten und Nvidia
Über dem gesamten Handelstag lag die Erwartung der Quartalszahlen des US-Chipgiganten Nvidia, die erst nach dem US-Börsenschluss veröffentlicht werden. Diese gelten als entscheidender Indikator für die Dynamik im gesamten Sektor der Künstlichen Intelligenz. Analysten rechnen im Konsens mit einem Quartalsumsatz von rund 92 Milliarden US-Dollar.
Parallel dazu blicken Anleger auf die US-Preisdaten. Die PCE-Inflation, eine vom US-Notenbanksystem bevorzugte Kennzahl, verharrte im Juli bei 3,7 %. Dies hielt die Spekulationen über den künftigen Kurs der Federal Reserve lebendig, wobei am Markt eine erhebliche Wahrscheinlichkeit für weitere Zinsschritte eingepreist wird.
Abseits der großen Indizes sorgten zudem Übernahmegerüchte bei Qiagen für Bewegung, während Eon von einer Hochstufung durch das Analysehaus Berenberg profitierte.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 27. August liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...