DAX: Dritte Gewinnwoche in Folge
Der deutsche Leitindex schließt die Woche mit einem Plus von rund 1,4 Prozent ab, getrieben von einem Waffenstillstand im Nahen Osten. Experten sehen jedoch weitere Gewinne durch anhaltende Ölpreise und Konfliktrisiken begrenzt.

Kurz zusammengefasst
- Waffenstillstand im Libanon hellt Anlegerstimmung auf
- Index überwindet wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie
- Ölpreis bleibt trotz Verhandlungen hoch
- Experten warnen vor bereits eingepreisten Hoffnungen
Der deutsche Leitindex steuert auf einen versöhnlichen Wochenabschluss zu. Ein Wochenplus von rund 1,4 Prozent und die zurückeroberte 24.000-Punkte-Marke — das klingt solide. Doch hinter der Ruhe an der Oberfläche brodelt es geopolitisch weiter.
Waffenstillstand beflügelt die Stimmung
Der entscheidende Impuls kam aus dem Nahen Osten: Ein zehn-tägiger Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon hat die Anlegerstimmung spürbar aufgehellt. Globale Aktienmärkte kletterten daraufhin auf neue Rekordstände — der DAX zog am Donnerstag um 0,36 Prozent auf 24.154 Punkte an und überwand dabei auch noch die viel beachtete 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt.
Gleichzeitig verdichten sich die Signale, dass der Iran-Krieg seinem Ende entgegengehen könnte. Ein pakistanischer Vermittler soll bei zentralen Streitpunkten Fortschritte erzielt haben, und Washington soll bereit sein, Sanktionen zu lockern sowie eingefrorene iranische Vermögenswerte freizugeben. Der Ölpreis reagiert dennoch kaum: Ein Fass Brent kostet weiterhin knapp unter 100 Dollar — die Sperrung der Straße von Hormus hält an.
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Die leichten Gewinne sind verbucht
Genau hier liegt das Kernproblem für weitere Kursgewinne. Barclays-Experte Emmanuel Cau bringt es auf den Punkt: Der Markt will steigen, die Angst, etwas zu verpassen, treibt Kurse — aber ein Großteil der Hoffnung ist bereits eingepreist. Ölpreise und Anleiherenditen haben ihren jüngsten Anstieg noch nicht vollständig korrigiert, und die Sperrung des wichtigsten Energiekorridors der Welt besteht fort. Für einen echten nächsten Schub bräuchte es ein konkretes Ende des Konflikts, nicht nur einen befristeten Waffenstillstand.
Der DAX hat sich seit Ende März um mehr als acht Prozent erholt — liegt aber noch rund viereinhalb Prozent unter dem Niveau von Ende Februar, also vor Ausbruch des Iran-Kriegs. Wer jetzt kauft, wettet auf einen Abschluss der Verhandlungen, der noch aussteht.
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